Nach fast 15 Jahren wurde das selbstverwaltete Z.A.K.K. in Passau geschlossen. Mit einer satirischen Aktion am 5.5.2013 wurde das letzte Kapitel eines der wenigen lang existierenden Freiräume in Bayern geschlossen.
Hier die Pressemitteilung des Z.A.K.K. vom 6. Mai:
„Die Räumlichkeiten des Zentrum für ambulante Kultur und Kommunikation wurden geräumt. Anlässlich der erzwungenen Aufgabe des letzten echten Freiraums der Drei-Flüße-Stadt äußert sich das Z.A.K.K. In einer Stellungnahme zu den durch Medien und Vermieter publizierten Vorwürfen und der am 04.05.2013 durch das „Bündnis für Sicherheit und Ordnung in Passau“ organiserten Demonstration gegen das Z.A.K.K.
Nach ca. 14 Jahren selbstverwalteter Organisation ist es soweit: Das Z.A.K.K. Verlässt die Räumlichkeiten des Unteren Sand 3-5 nachdem Vermieter und Anwohner des Hauses zu keiner Einigung mit den Mietern der Z.A.K.K.-Räumlichkeiten mehr bereit waren. Das Z.A.K.K. Blickt damit auf über ein Jahrzehnt erfolgreicher politische, soziale und kulturelle Arbeit zurück und mit Optimusmus in die Zukunft.
In den offenen Räumlichkeiten waren alle Menschen und aktive Gruppen eingeladen selbstbestimmt und ohne kommerziellen Rahmen Ideen, Projekte, Veranstaltungen, Gruppentreffen und Aktionen zu verwirklichen. Einzig geleitet von grundlegenden Prinzipien wie denen des antisexismus, antifaschismus, antirassismus und der Ablehnung anderer Diskriminierungsmechanismen konnte sich in diesem Raum frei und nach eigenen Idealen ausgelebt werden. So bot das Z.A.K.K. Vielen Menschen und Gruppen einen Raum zur Zuflucht, Arbeit und eine Art zweites Wohnzimmer.
Dabei stellte der „Kneipenbetrieb“ und gelegentlich stattfindende Konzerte eher einen kleinen Teil der Raumnutzung da. Dennoch wurde das Angebot von Musik, Konzerten und Abendveranstaltungen abseits des Mainstreams von vielen Besuchern und Künstlern immer wieder gern genutzt.
Dieses Situation wurde jahrelang von unzähligen Menschen, auch Anwohnern, Mietern und der ehemaligen Vermieterin sehr begrüßt. Konflikte konnten jederzeit im Dialog und zur Zufriedenheit aller gelöst werden.
Vor etwa zwei Jahren wurde die Immobilie verkauft und nach aufwendigen Sanirungsarbeiten wurden neue luxuriöse Wohnungen geschaffen. Mieter, die sich die neue Miete nicht leisten konnten oder wollten erhielten die Kündigung. Das ZAKK passte nicht mehr in das neue Konzept des Hauses. Weiterlesen
Eine kurzfristig angemeldete Kundgebung des neonazistischen Kameradschaftsdachverbands „Freies Netz Süd“ am 11.5. 2013 in Rosenheim sollte die Zahl Protestierender gering halten. Dies ist den Neonazis nicht gelungen.


„Die rechte Szene in Bayern hat sich im Laufe der letzten Jahre stark
Die neonazistische „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ (BIA) unter Stadtrat Karl Richter will voraussichtlich am 05.03.2013 einen Infostand bzw. eine Kundgebung von 11.00 bis 21.00 Uhr am Giesinger Bahnhofsplatz abhalten.