10.05.14: Neonazis planen SS-Gedenken während Antifa Demo in Bad Reichenhall

Behörden verschweigen Naziaktivitäten

Bad Reichenhall (re). Am Samstag den 10. Mai wird in Bad Reichenhall erneut ein neonazistisches SS-Gedenken stattfinden, dies teilte das Rabatz-Bündnis unter Berufung auf Informationen des a.i.d.a. Archivs mit. Das antifaschistische Bündnis ruft die Zivilgesellschaft zum Widerstand gegen die geschichtsrevisionistische Naziveranstaltung auf und wirft den Behörden im Berchtesgadner Land vor, Naziaktivitäten zu verschweigen.

Für das antifaschistische Rabatz-Bündnis stellt das SS-Gedenken mittlerweile einen festen und wichtigen Bestandteil neonazistischer Erlebniskultur da. Die Antifaschist*innen fordern die Zivilgesellschaft im Berchtesgadner Land zum aktiven Widerstand gegen die Naziveranstaltung auf: „Seit Jahrzehnten findet in Reichenhall das SS-Gedenken ohne jeglichen Protest statt. Wir hoffen dass in diesem Jahr die Zivilgesellschaft aufsteht und es nicht zulässt, dass Nazis in Bad Reichenhall ihre Hetze ungestört verbreiten können. Die fort­schritt­li­chen Teile der Zi­vil­ge­sell­schaft und ak­ti­ven Na­zi­geg­ner*innen, können sich gerne unserer Demonstration, welche um 13:30 an der Kretabrücke startet, anschließen. Wir begrüßen aber auch andere, nicht von uns organisierte Formen des Protestes. Wichtig ist, dass den Nazis ein breiter Widerstand entgegen gesetzt wird“ so Anna Jade Sprecherin des Bündnisses.
Scharfe Kritik übt das Bündnis hingegen an dem Vorgehen der lokalen Behörden. Es sei ein „Skandal“ dass die Neonaziveranstaltung verschwiegen werde und so versucht werde einen Protest gegen Neonazis erst gar nicht entstehen zu lassen. Auf Jade wirkt das Vorgehen als ob die rechten Aktivitäten in der Region bewusst verharmlost werden. Dies zeige laut Jade, „dass sich die Zivilgesellschaft im Kampf gegen Rechts nicht auf Behörden verlassen kann“. Sie fordert die Behörden auf, offenzulegen seit wann sie von der Naziveranstaltung wissen und ob weitere Naziveranstaltungen angemeldet seien.
Das von den Behörden verschwiegene Neonazigedenken findet am kommenden Samstag (10.05.14) um 14:00 Uhr am Kugelbachparkplatz statt.
Öffentlich wurde diese Information erst durch die Recherchen der Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München, wörtlich heißt es auf deren Homepage:
„Auch in diesem Jahr soll am Kugelbach im Bad Reichenhaller Ortsteil Karlstein ein neonazistisches SS-Gedenken stattfinden. Neonazis kündigen als Hauptredner den extrem rechten Multifunktionär Roland Wuttke für die um 14 Uhr beginnende Versammlung an.
Mit dieser geschichtsrevisionistischen Veranstaltung wird der SS-Division “Charlemagne” gedacht. Seit ungefähr 35 Jahren gibt es rund um den 08. Mai in Bad Reichenhall dieses Treffen von Alt- und Neonazis zu Ehren der Waffen-SS-Einheit, welche überwiegend aus kollaborierenden französischen Freiwilligen bestand.“


Auftakt Antifa Demo
13:30 Uhr
„Kretabrücke“
Bad Reichenhall

Landfriedensbruch – Kein Friede mit den Reichenhaller Zuständen
Aufruf lesen

aktuelle Infos auf badreichenhall.tk

1. Mai 2014 in München – Klasse gegen Klasse

ALLES MUSS MAN SELBER MACHEN
SELBSTORGANISIERT & SOLIDARISCH DENKEN, HANDELN, LEBEN
Zusammen kämpfen gegen
Niedriglöhne, Leiharbeit & Arbeitshetze
Sozialpartnerschaft & Friedenspflicht
Standortlogik, Sozialchauvinismus & Rassismus

1. Mai-Versammlung
10:00 – 17:00 Uhr
Rindermarkt München (nähe Marienplatz)

erstermaimuenchen.de

Der 1. Mai geht Jahr für Jahr in einem öffentlichen Getöse aus Solidaritätsfloskeln und scheinradikalen Sprechblasen über die Notwendigkeit des Kampfes der Lohnabhängigen unter. Einen Tag später sind wir wieder gezwungen zu schuften, um (über-)leben zu können. Die öffentlich zelebrierte Entschlossenheit wird nicht in den Alltag übernommen. Doch der Kampf gegen Lohnarbeit und Ausbeutung beschränkt sich nicht nur auf einen Termin. Er wird vielmehr jeden Tag entschieden – im Betrieb, auf dem Arbeitsamt, auf der Straße. Es war und ist im Sinne der herrschenden Klasse, Widerständigkeit zu institutionalisieren, um sie so zu entschärfen. So sollen Streiks nur in einem abgesteckten Rahmen und bei Tarifauseinandersetzungen stattfinden, und politische Teilhabe nur durch Pseudo-Stellvertretung in den Parlamenten. Der gesellschaftliche Diskurs soll zur Entsolidarisierung gegenüber den Armen, Schwachen und GeringverdienerInnen führen sowie ganz allgemein der Individualisierung bzw. Vereinzelung Vorschub leisten. Alles soll nach Leistungsfähigkeit und Verwertbarkeit beurteilt werden. Dabei stört es, wenn Menschen eigenständig und gemeinsam kämpfen. Wir sollen vor allem funktionieren, gehorchen und arbeiten.

Unter der Oberfläche finden aber überall kleinere und manchmal auch größere Auseinandersetzungen statt, die selbstorganisiert sind und sich gegen miese Arbeits- und Lebensbedingungen wenden. Um diese Initiativen zusammenzubringen, organisieren wir ein libertäres 1.Mai-Fest in München. Wir lehnen die kapitalistische Arbeitsorganisation und die ritualiserte bzw. institutionalisierte Form der Klassenbeziehungen ab. Als Lohnabhängige müssen wir endlich aus der uns von den Klassenverhältnissen zugewiesenen Rolle als reine Objekte heraus treten und stattdessen als handelnde Subjekte unsere Interessen gemeinsam und solidarisch durchsetzen. Es geht uns um die schrittweise Erweiterung unserer Handlungsräume, um unsere individuelle wie kollektive Autonomie immer weiter auszubauen.

Nur so kann eine soziale Gegenmacht entstehen, die als eine autonome Klassenbewegung dem Kapital solidarisch, kämpferisch und unversöhnlich gegenübertritt. Schließlich sollte jeder Tag ein 1. Mai sein!

Landratsamt verschweigt Neonazi-Kundgebung in Dachau

Neonazis aus den Reihen des „Freien Netz Süd“ (FNS) hielten am 12.4.14 eine Kundgebung vor der Arbeitsagentur Dachau in der Münchner Straße ab. Siehe dazu ausführlich unsere Pressemitteilung vom 13.4.14. Das Landratsamt hielt den Termin geheim. Ein politischer Skandal in der Stadt, in der das erste Konzentrationslager im NS errichtet wurde. In einer Stadt, die sich selbst als Lern- und Erinnerungsort bezeichnet.
Dennoch konnten binnen kürzester Zeit über 40 Menschen zu einer Gegendemonstration mobilisiert werden. Gegenüber der Presse bleibt die Behörde beratungsresistent, ist sich keines Fehlers bewusst. Sie seien dafür nicht zuständig. Nicht nur dort widersprechen die Reaktionen den insgesamt nach außen propagierten Ansprüchen. Der konservative „Münchner Merkur“ verharmlost die Neonazi-Kundgebung bereits im ersten Satz. Mit Flugblättern mit der Aufschrift „Arbeitsplätze zuerst für Deutsche“, die sie nicht mal verteilen konnten, hätten die Neonazis „für mehr Arbeitsrechte für Deutsche demonstriert“.
Aber es gab auch andere Reaktionen. Am 14.4. führten 60 Menschen eine spontane Antifa-Demonstration in Dachau durch, um klar und deutlich und v.a. laut gegen Neonazismus und das Verhalten der Behörde Position zu beziehen.

Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda

Einen Bericht zur Spontandemo gibt es auf linksunten.indymedia.org

Weiterlesen

Werkerinfo #17 MAN Werk München/Karlsfeld – Streik! 28.4. bis 2.​5.​

Ur­laub neh­men oder krank ma­chen! Wei­ter sagen – mit­ma­chen!

Die Si­tua­ti­on wird immer be­schis­se­ner, aber auch ge­fähr­li­cher – vor allem für die Kol­le­gen_­Kol­le­gin­nen in der LKW-​Mon­ta­ge. In den 2 Os­ter­wo­chen soll eine Stück­zahl von 95(!) LKWs er­reicht wer­den. Selbst vor Weih­nach­ten waren es nicht ein­mal so viele und da­mals (das muss­ten auch Vor­stän­de und Be­triebs­rat zu­ge­ben) war das schon eine „un­mensch­li­che“ Ar­beit, trotz Lei­h­ar­bei­ter_in­nen. Es kann nur einen Grund geben, warum wir eine so hohe Stück­zahl fah­ren wer­den: es wird der Ein­schicht­be­trieb ge­tes­tet. Ge­rüch­te über ein sol­ches Vor­ha­ben sind schon ei­ni­ge Jahre alt, aber die­ses mal schei­nen sie ernst zu ma­chen. Wir haben nicht so viele Auf­trä­ge wie es man­che glau­ben und der Hof steht auch vol­ler LKWs. Auch in der Achs­mon­ta­ge wird we­ni­ger pro­du­ziert als sonst. Wenn es wirk­lich zum Ein­schicht­be­trieb in der LKW-​Mon­ta­ge kommt, dann wird das sehr viele Ar­beits­plät­ze kos­ten und den Stress für alle in der Halle mas­siv er­hö­hen!
Lasst uns die­ses Vor­ha­ben ver­hin­dern! So­li­da­ri­siert euch alle, egal aus wel­cher Halle – es kann uns alle tref­fen!

Wir rufen alle Kol­le­gen_­Kol­le­gin­nen der LKW-​Mon­ta­ge dazu auf, auch in den 2 Wo­chen nicht zur Ar­beit zu er­schei­nen und damit das Vor­ha­ben zu sa­bo­tie­ren! Auch wenn es für viele Pro­ble­ma­tisch wer­den könn­te, es immer noch bes­ser jetzt zu kämp­fen, als den Ar­beits­platz end­gül­tig zu ver­lie­ren!

Ganze Ausgabe lesen unter werkerinfo.blogsport.de

Antigen #7 erschienen – Betriebszeitung an den Amper Kliniken Dachau

Seit Anfang März gehören die Amper Kliniken AG mit den Kliniken Dachau und Markt Indersdorf zu 94,9% der Helios GmbH. Bis zuvor gehörten die Anteile der Rhön Klinikum AG. Die Rhön AG veräußerte 40 seiner Kliniken an Helios. Damit enstand der europaweit größte Klinikkonzern mit 90.000 Beschäftigten.
Hintergründe zum Helios-Deal auf ungesundleben.org

ANTIGEN-Ausgabe lesen oder Download unter betriebsgruppen.de/bgak

Mehrfacher Mordversuch an Antifaschist_innen durch Neonazis in Malmö

In Schweden nehmen gewalttätige Übegriffe an Antifas bis zu Mordversuchen zu. Bereits am 15. Dezember 2013 griffen Neonazis der „Svenska Motståndrörelsen“ (Schwedische Widerstandsbewegung) eine antifaschistische Demonstration im Stockholmer Vorort Kärrtorp an. Antifas konnten den Angriff erfolgreich zurückschlagen.

Die Polizei, die dem Angriff völlig überfordert gegenüber stand, nahm daraufhin einen Antifa in Haft. Es wurden zwar auch 28 Neonazis festgenommen, aber der Genosse Joel sitzt bis zum heutigen Tag.
Nun erfolgte der nächste Angriff in Malmö. Auf dem Rückweg von einem feministischen Festival am 8. März griffen die Neonazis eine Gruppe von Besucher_innen mit einem Messer an und verletzte zwei von ihnen. Einer, der Antifaschischist Showan S. von den linken Ultras Malmö liegt seitdem im Koma.

Artikel des AIB vom 10.03.14
Mehrfacher Mordversuch an Antifaschist_innen durch Neonazis in Malmö
„Im schwedischen Malmö kam es in der Nacht des 8.März 2014 zu einem Überfall organisierter Neonazis auf eine kleine Gruppe von Antifaschist_innen. Der Tathergang sowie die zugefügten Verletzungen lassen keinen Zweifel an der Tötungsabsicht der Angreifer, Tatort und Auswahl der Opfer lassen auch einen Zufall unwahrscheinlich erscheinen: die Attacke erfolgte in einem als links und multikulturell geltenden Stadtteil zwischen dem alternativen Folketspark, in welchem ein Festival feministischer Gruppen zum 8.März stattfand, und dem Kulturzentrum Glassfabriken, zu welchem die Opfer auf dem Weg waren.
Die Gruppe wurde unvermittelt von sechs Neonazis aus kurzer Distanz mit Flaschen beworfen und anschließend mit Eisenstangen und Messern attackiert. Zwei Opfer erlitten Messerstiche in Brust und Schulter, eines einen Lungendurchstich. Ein 25jähriger erlitt so schwere Hirnverletzungen, dass er in ein künstliches Koma versetzt werden musste. Er befindet sich aktuell nach einer zweiten Notoperation außer Lebensgefahr, Freunde beschreiben seinen Zustand als „stabil, aber ernsthaft“.
Eben dieses Opfer wurde vor kurzem auf der schwedischen Neonazi-Homepage „Realisten“ mit Bild und vollem Namen als Aktivist einer Kampagne von Fußballfans gegen Homophobie geoutet. Die Täter ließen erst von ihren Opfern ab, als berittene Polizisten eintrafen und drei von ihnen vor Ort festnehmen konnten. Alle drei mit Vorwurf des versuchten Mordes inhaftierten sind bekannte Neonazi-Aktivisten: Martin Clausen war innerhalb der letzten Jahre Mitglied verschiedener Neonazi-Organisationen, Carl André ist seit 2010 Mitglied der „Svenskarna Parti“ (SvP), Magnus Holmqvist fiel bisher als Randfigur den Neonazi-Szene auf. Nebulös bleibt, warum der ebenfalls am Angriff beteiligte langjährige SVP-Aktivist Andreas Carlsson nicht inhaftiert wurde. Er soll nach Berichten lokaler Antifaschist_innen bereits in der Vergangenheit an Überfällen auf Antifaschist_innen beteiligt gewesen sein, bei denen er demnach auch mehrfach Messer einsetzte. Carlsson war erst wenige Tage vor dem Angriff aus der Ukraine nach Schweden zurückgekehrt. Dort hatte er als Teilnehmer einer Delegation schwedischer Neonazis als „Ukrainafrivilliga“ (Ukraine-Freiwillige) Kameraden der „Svoboda“ bei ihrer gewaltsamen Machtübernahme unterstützt und im Internet über die Mission berichtet – auf der Seite „Realisten“.“

ganzen Artikel lesen im Antifa Infoblatt

Antifascistisk Aktion Sverige
Free Joel

„Republikaner“ ungewohnt kreativ

Die „Republikaner“ (REP) sind nur noch eine Karikatur ihrer selbst. Die ehemals Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger politisch erfolgreiche Partei rechts der CSU, ist in der völligen Bedeutungslosigkeit verschwunden. Vorbei die Zeiten, als man 1989 mit 7,1% bei der Europawahl überraschte, mit plumper Agitation gegen Migrant_innen und für die D-Mark der CSU Wähler_innen abspenstig machen konnte. Auch in Dachau waren in den Neunzigern REP-Vertreter aktiv und im Stadtrat und Kreistag vertreten. Mit der Aussage vor Journalist_innen, die KZ Gedenkstätte Dachau solle auf ein „würdiges Mahnmal“ reduziert werden, da die Anlage missbraucht würde, um finanziellen Druck auf Deutschland auszuüben, konnte der damalige REP-Politiker Gernot Jellinek beispielsweise das Interesse der Medien auf sich ziehen (Die Zeit 29.10.1993).
Mittlerweile sehen sich „Republikaner“ gezwungen auf anderen Listen zu kandidieren. So tritt z.B. der REP-Bezirksvorsitzende Reinhard Hornberger zur Stadtratswahl in München auf der Liste der rassistischen Partei „Die Freiheit“ an. Andere REP-Mitglieder liebäugeln mit dem nationalchauvinistischen Flügel der „Alternative für Deutschland“.

Es ist schon schlimm genug aus Sicht der „Republikaner“, wenn niemand einen wählen will. Wenn niemand mehr überhaupt für die REP kandidieren will, müssen Lösungen her. So griff der Spitzenkandidat der REP zur Kommunalwahl in Pfatter (Kreis Regensburg), Werner Suttner, zu ungewöhnlichen Methoden. Die Staatsanwaltschaft Regensburg ermittelt nun gegen ihn wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung (SZ Bayern 7.2.14 „Republikaner wider Willen“).
Der amtierende Jugendbeauftragte der Gemeinde Pfatter, Suttner, überredete junge Leute zur Kommunalwahl anzutreten – für die „Bayernpartei“, so gab er vor. Suttner sitzt für diese seit 2013 im Bezirkstag. Die jungen Leute unterschrieben blanko, in dem Glauben für die „Bayernpartei“ zu kandidieren. Tatsächlich fanden sie sich auf der Liste der „Republikaner“ wieder. Mit Werner Suttner an der Spitze der Liste. Die Betroffenen wollten sich dagegen wehren, da sie „betrogen und getäuscht“ wurden. So einfach ist das aber anscheinend nicht. Da die Frist für eine Rücknahme der Zustimmungserklärung verstrichen sei, könnten die Betroffenen nicht mehr von der Liste genommen werden, so das Landratsamt Regensburg. Sie könnten, sollten sie gewählt werden, ihr Amt nicht annehmen.
Es mutet einigermaßen grotesk an, anzunehmen mit einer derartigen Aktion durchzukommen. Aufmerksamkeit ist Suttner jedenfalls gewiss. Wenn auch keine positive. Aber immerhin.

Update zum Streik in der Dresdner Kneipe „Trotzdem“

Aktuelle Neuigkeiten und Zusammenfassungen von Presseberichten bei der Betriebsgruppe Trotzdem Unbequem trotzdemunbequem.blogsport.de

„Den gesamten Februar über, konnte man an jedem Abend vor der Szene-Kneipe „Trotzdem“ in der Dresdener-Neustadt den Streikposten der BNG-FAU antreffen. Am 27.02.2014 gab es dann eine Demonstration unter dem Motte: „So geht’s nicht weiter in der Gastro!“ Diese stellt den bisherigen Höhepunkt der Streikaktionen dar. Seit der Demonstration wird der Streikposten allerdings nicht besetzt. Wir dürfen gespannt sein, wie es in den nächsten Tagen weiter geht, zumal Johanna Kalex bisher jedes Gespächsangebot ignoriert hat.

Vorgeschichte:
Im Sommer 2013 gründete sich in Dresden eine Initiative „Basisgewerkschaft Nahrung und Gaststätten“ (I-BNG) in der freien Arbeiter*innen Union (FAU). Zu den ersten Maßnahmen gehörte unter anderem das erstellen eines Lohnspiegels. Bei den Gesprächen mit den stellte sich herraus, das 5 bzw 6 € Stundenlohn zum Durchschnitt gehören. Ausreißer nach oben (10€) und unten (4€) die Stunde kamen aber auch vor. In anbetracht der Diskussion um Mindeslöhne, war der Entschluß schnell gefasst mittels Haustarifverträgen mindesten 8,50€ Stundenlohn für alle durch zu setzen und dafür sorgen zu tragen, das in allen Betrieben mit Haustarifvertrag auf die Einhaltung bestehender Gesetze zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bezahltem Urlaub geachtet wird, bzw. diese durchgesetzt werden. Denn leider ist es so, das in das zahlreiche Bosse in der Gastronomie, sich nicht einmal an die Einhaltung bestehender gesetzlicher Regelungen gebunden fühlen. Weiterlesen

Nach Neonazi-Attacken auf Freiraum Dachau: Alle auf die Straße!


In der Nacht von 11.02. auf 12.02.14 wurde das selbstverwaltete JUZ Freiraum Dachau erneut Ziel von Neonazi-Attacken. Es wurden Hakenkreuze, SS Runen, „Judenschweine“, „Anti Antifa“, „Wir kriegen euch alle“, „NSU“ u.a. an die Außenfassade gesprüht. Nachdem sich die Betreiber_innen des Freiraum an die Öffentlichkeit wandten, war das mediale Echo erstaunlich groß. Dachauer SZ, Dachauer Nachrichten, sowie der Bayerische Rundfunk berichteten ausführlich. Die Reaktion der Dachauer Organisationen und Vereine war gleich null! Nur die Jusos Dachau solidarisierten sich in einer Pressemitteilung mit dem Freiraum. Ansonsten müssen sich Organisationen und Vereine der so genannten und viel beschworenen Zivilgesellschaft im selbsternannten „Lern- und Erinnerungsort“ völliges Desinteresse vorhalten lassen.
Appelle aus der Lokalpolitik an die Dachauer Jugend an geschichtsträchtigen Daten, sich Neonazismus und Rassismus zu widersetzen, geraten erneut zur Farce.
Wieder mal nix gelernt. Aber daran werden wir noch lange erinnnern.
Am kommenden Samstag findet die Demonstration gegen das Neonazi-Zentrum in Obermenzing statt. Wir rufen alle dazu auf sich daran zu beteiligen.

ALLE AUF DIE STRAẞE
Gegen Nazis in Dachau, Obermenzing, überall!!
Unseren Hass könnt ihr haben!

1. März 2014
13:00 Uhr
Bahnhof München-Pasing

Pressemitteilung des Freiraum Dachau

BR 27.02.14 „Rechte bedrohen Jugendtreff“ http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/freiraum-dachau-schweineherz-100.html

SZ München 27.02. „Schweineherz im Briefkasten – Rechtsradikale Übergriffe in Dachau“ http://www.sueddeutsche.de/muenchen/rechtsradikale-uebergriffe-in-dachau-schweineherz-im-briefkasten-1.1899389

Pressemitteilung des Bündnisses gegen Naziterror und Rassismus vom 26.02., in der die Vorfälle in Dachau erwähnt werden

Bericht bei AIDA München

Beitrag des BR vom 21.02.14 http://www.br.de/nachrichten/rechtsextremismus/rechtsextremismus-opfer-gewalt-100.html

Artikel Dachauer Nachrichten vom 25.02.14 http://www.merkur-online.de/lokales/dachau/dachau/attacken-rechts-3383887.html

Demonstration am 01.03.: Gegen das Nazizentrum in Obermenzing!

„Im Münchner Stadtteil Obermenzing gibt es seit Dezember 2012 ein Neonazizentrum von überregionaler Bedeutung. Im Haus in der Carl-Hanser-Str. 42 geben sich hochrangige Kader des ‚Freien Netz Süd‘ (FNS), der NPD, ihrer Tarnliste ‚Bürgerinitiative Ausländerstopp‘ (BIA) und vieler anderer Naziorganisationen die Klinke in die Hand. Michael Regener, Sänger der mittlerweile verbotenen Naziband Landser, gab im Keller ein exklusives Konzert. Auch André Eminger, enger Vertrauter von Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, der im Münchner NSU-Prozess angeklagt ist, war hier schon gern gesehener Gast.

Das Nazizentrum existiert schon viel zu lange! Werden wir endlich aktiv und machen den Laden dicht! Kommt alle zur antifaschistischen Demonstration gegen das Nazizentrum am 1. März in Obermenzing! (…)“

Ganzen Aufruf lesen.
Aufruf des Münchner Bündnis gegen Naziterror und Rassismus

Demonstration am Samstag, 1. März 2014
Auftakt um 13.00 Uhr am Pasinger Bahnhofsvorplatz