
21.06.2025 – Mehr als 250 Teilnehmende demonstrierten am dritten Dachauer CSD für Selbstbestimmung und gegen seit einem Jahr enorm angestiegene queerfeindliche Tendenzen. Gerade in diesen Zeiten, in denen die LGBTQI+ Community Angriffen von konservativer bis neofaschistischer Seite ausgesetzt ist, stellte die Demo samt Straßenfest und anschließendem Konzert ein unmissverständliches, selbstbewusstes Zeichen dar – mit der Botschaft sich nicht einschüchtern zu lassen und verbaler wie körperlicher Gewalt entgegen zu treten.
Der organisierte Selbstschutz wurde vorab genauer angegangen, Vorfälle blieben dann aber erfreulicherweise aus. Eine weitere Besonderheit des Dachauer CSD ist dessen politische Eigenständigkeit und Selbstorgansation. In den Redebeiträgen beim Auftakt am Max-Mannheimer-Platz wurde auf salonfähige Abwertung von Menschen generell eingegangen und die Schikane gegen Geflüchtete thematisiert. Mit Parolen wie „Kein Gott kein Staat kein Patriarchat“ und „Alerta Antisexista“ lief die CSD Demo ohne Störung über die Schleißheimer Straße am Bahnhof vorbei und durch die Ludwig-Dill-Straße zurück zum Straßenfest am Max-Mannheimer-Platz.