Marsch für das Leben zur Hölle machen: Bericht zu Pro Choice Aktionen in Salzburg

Hintergrundinfos beim und im Infoladen Salzburg

„Am 27. Oktober 2017 fand in Salzburg der sogenannte „Marsch fürs Leben“
statt. Organisiert wurde er von ultra-religiösen organisierten
AbtreibungsgegnerInnen um Jugend für das Leben, die auch in anderen
österreichischen Städten derartige Märsche veranstalten. Diese
reaktionären Events sind ein Angriff auf das Recht auf Selbstbestimmung
über den eigenen Körper und über die Gebärfähigkeit von Frauen und
anderen Menschen, die schwanger werden können.

Wie in vergangenen Jahren versammelten sich Pro-Choice Aktivist_innen
vor dem Salzburger Landeskrankenhaus, um für reproduktive Freiheit zu
demonstrieren. Sie fordern freien und kostenlosen Zugang zu sicheren
Schwangerschaftsabbrüchen und Verhütungsmitteln und ein Ende der
patriarchalen Unterdrückung. Redebeiträge gingen auf die
OrganisatorInnen um und hinter Jugend für das Leben und auf reproduktive
Rechte ein. Ca. 40 Pro-Choice Aktivist_innen standen 50 bis 70
christlich-fundamentalistischen AbtreibungsgengerInnen und ca. 75 Bullen
gegenüber. Weiterlesen

Pro Choice is ois! Aufruf gegen den 1.000 Kreuze Marsch am 25. Juli 2017 in Salzburg

So sicher wie das Amen im Gebet: Pro Choice is ois!

2008 gab es erstmals (pro-)feministische Proteste gegen den ersten „1000 Kreuze Marsch“ in Salzburg. Dabei standen Pro-Choice-Aktivist_innen christlich-fundamentalistischen AbtreibungsgegnerInnen gegenüber. Zweitere propagieren ein sexistisches, rassistisches, transphobes und homophobes Weltbild. Frauen* ordnen sie einzig die Rolle einer Mutter zu und Abtreibung wird mit Mord gleichgesetzt. Pro-Choice (englisch „für die Wahlfreiheit“) steht hingegen für das sehr einfache und einleuchtende Prinzip, dass gebärfähige Menschen, das heißt Frauen*, Lesben, Inter- oder Trans-Menschen (kurz: FLIT), sehr gut selbst entscheiden können und sollen, ob, wann und wieviele Kinder sie bekommen möchten. Dazu gehört selbstverständlich auch das Recht auf einen frei zugänglichen Schwangerschaftsabbruch. Frei zugänglich bedeutet auch, dass dieser kostenfrei sein, in zumutbarer Nähe angeboten werden und die Entscheidung für und gegen Kind(er) unterstützt werden muss. Reproduktive Rechte bedeuten, dass ALLE Menschen das Recht haben auf einen selbstbestimmten Umgang mit ihrer Gebärfähigkeit. Dazu gehört das Recht, Kinder zu bekommen genauso wie das Recht, keine Kinder zu bekommen. Weiterlesen

Bad Tölz: RABATZ-Protest gegen Lohn-Dumping und Union Busting bei den Median-Kliniken


Bad Tölz (ra) Im Rahmen der Kampagne „Jetzt schlägt’s 13!“[1]
protestierten heute bundesweit Menschen vor zahlreichen Standorten der
Median-Kliniken gegen Lohn-Dumping, Einschüchterung von Betriebsräten
und Anti-Gewerkschaftspropaganda. Mit einer Flugblattaktion in und um
die Bad Tölzer Median Buchberg-Klinik beteiligte sich rund ein Dutzend
Aktivist*innen des RABATZ [2] Bündnisses an diesem Aktionstag.

Median betreibt nach dem Zusammenschluss mit der Allgemeinen
Hospitalgesellschaft AG (AHG AG) 120 Kliniken und Reha-Einrichtungen in
Deutschland, darunter die Buchberg-Klinik Bad Tölz. Der Konzern gehört
dem aggressiven Finanzinvestor Waterland und beschäftigt 15.000
Menschen. Das RABATZ-Bündnis kritisiert unter anderem die
flächendeckende Tarifflucht des Unternehmens. Wörtlich heißt es in dem
in Bad Tölz verteilten Flugblatt: „Das Management kündigte bestehende
Tarifverträge und erklärte zugleich, dass Median für neue
Tarifverhandlungen mit ver.di nicht zur Verfügung stehe. Im schlimmsten
Fall gelten künftig nur noch die gesetzlichen Mindeststandards. Die
Gehälter sollen vor Ort über `flexible Lohnmodelle` an die Marktlage
angepasst werden.“ Weiterlesen

Antifaschistische Intervention in Bayern: Die Kampagne zur Entmilitarisierung und Entnazifizierung Bad Reichenhalls

Artikel der Infogruppe Rosenheim im Antifa Infoblatt Nr. 112
Kampagnenseite badreichenhall.tk


„Siamo tutti antifascisti“ klingt aus den Kehlen dreier Generationen Antifa-Aktivist_innen im Kurgastzentrum Bad Reichenhall — wenige Stunden später stehen der heute 92-jährige ELAS-Kämpfer Nikolaos Marinakis und Aristomenis Syngelakis, Aktivist der zweiten Generation, mit dem Vorschlaghammer vor dem „Kreta-Gedenk­stein“, der den Reichenhaller Gebirgsjägern gewidmet ist, die die Insel vom 22. Mai 1941 an überfielen. Die Beiden zertrümmern das Schandmal nicht, wohl aber fordern sie Δικαιοσύνη — Gerechtigkeit: angesichts der vielen Angehörigen, die sie durch Massaker der Wehrmacht auf Kreta verloren haben. Vor ihnen etwa 150 überwiegend junge Antifaschist_innen, die meis­ten aus Bayern und Österreich. Hinter ihnen ziert ein Kranz mit einem mehrere Meter langen Gebinde den Findling, darauf aufge­zählt die Orte, an denen die Gebirgstruppe der Wehrmacht Kriegsverbrechen begangen hat. Weiterlesen

Nicht zu überhörende Forderung nach Ende der Kreta-Feier in Reichenhall

»Es sollte klar geworden sein, dass die Kreta-Feier eine unverhohlene Verherrlichung des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges gegen die Bevölkerung ist. Wir können uns nach diesem Wochenende nicht vorstellen, dass in Bad Reichenhall außer dem Kameradenkreis der Gebirgstruppe noch jemand daran festhalten möchte.« Anna Jade, Pressesprecherin des rabatz bündnisses

Ein eindrucksvolles Hearing und eine gelungene Demonstration in Bad Reichenhall am Samstag setzen ein nicht zu übersehendes Zeichen für ein Ende der Kreta-Feierlichkeiten. Das rabatz bündnis zieht trotz Polizeiprovokationen ein positives Fazit und erhofft sich neuen Schwung für die Debatte um Entschädigung für die Kriegsverbrechen der Wehrmacht. Weiterlesen

Bad Reichenhall 14.05.16: Rechte Traditionspflege angreifen!

Euer Verdrängen kotzt uns an!
NS Verbrechen benennen – Opfer entschädigen – Rechte Traditionspflege angreifen

Sa 14. Mai 2016 in Bad Reichenhall

12:00 Uhr Kurgastzentrum | Hearing: Die Verbrechen der Bad Reichenhaller Gebirgsjäger auf Kreta

17:00 Uhr | Antifaschistische Demonstration

rabatz | Autonome Vernetzung Oberbayern, Salzburg, Tirol

Hintergründe & Informationen badreichenhall.tk
Weiterlesen

Antifaschistische Demonstration in Bad Reichenhall


rabatz-Bündnis kritisiert Verherrlichung des Nationalsozialismus

Bis zu 120 Menschen beteiligten sich am gestrigen Samstag an einer antifaschistischen Demonstration gegen Militarismus, rechte Traditionspflege und das neonazistische SS-Gedenken in Bad Reichenhall. Die Veranstalter_innen vom rabatz-Bündnis werten die Demonstration als überwiegend erfolgreich und zeigen sich erfreut, dass sie erstmals vereinzelt Zuspruch aus der Bevölkerung erfuhren.

Gleich zu Beginn der Demonstration wurde an der so genannten Kreta-Brücke nahe der Hochstaufen-Kaserne eine symbolische Gedenktafel installiert, die Kriegsverbrechen der Gebirgsjäger und der Wehrmacht auf Kreta thematisieren sollte. „Hier, in Bad Reichenhall, wird diese Art von Auseinandersetzung über die Rolle der Gebirgsjäger im Zweiten Weltkrieg und in der Bundeswehr vermieden“ so eine Rednerin des „AK Angreifbare Traditionspflege“. Diese Einschätzung bestätigte sich auch darin, dass die Tafel noch während der laufenden Demonstration wieder entfernt worden war. Weiterlesen

10.05.14: Neonazis planen SS-Gedenken während Antifa Demo in Bad Reichenhall

Behörden verschweigen Naziaktivitäten

Bad Reichenhall (re). Am Samstag den 10. Mai wird in Bad Reichenhall erneut ein neonazistisches SS-Gedenken stattfinden, dies teilte das Rabatz-Bündnis unter Berufung auf Informationen des a.i.d.a. Archivs mit. Das antifaschistische Bündnis ruft die Zivilgesellschaft zum Widerstand gegen die geschichtsrevisionistische Naziveranstaltung auf und wirft den Behörden im Berchtesgadner Land vor, Naziaktivitäten zu verschweigen.

Für das antifaschistische Rabatz-Bündnis stellt das SS-Gedenken mittlerweile einen festen und wichtigen Bestandteil neonazistischer Erlebniskultur da. Die Antifaschist*innen fordern die Zivilgesellschaft im Berchtesgadner Land zum aktiven Widerstand gegen die Naziveranstaltung auf: „Seit Jahrzehnten findet in Reichenhall das SS-Gedenken ohne jeglichen Protest statt. Wir hoffen dass in diesem Jahr die Zivilgesellschaft aufsteht und es nicht zulässt, dass Nazis in Bad Reichenhall ihre Hetze ungestört verbreiten können. Die fort­schritt­li­chen Teile der Zi­vil­ge­sell­schaft und ak­ti­ven Na­zi­geg­ner*innen, können sich gerne unserer Demonstration, welche um 13:30 an der Kretabrücke startet, anschließen. Wir begrüßen aber auch andere, nicht von uns organisierte Formen des Protestes. Wichtig ist, dass den Nazis ein breiter Widerstand entgegen gesetzt wird“ so Anna Jade Sprecherin des Bündnisses.
Scharfe Kritik übt das Bündnis hingegen an dem Vorgehen der lokalen Behörden. Es sei ein „Skandal“ dass die Neonaziveranstaltung verschwiegen werde und so versucht werde einen Protest gegen Neonazis erst gar nicht entstehen zu lassen. Auf Jade wirkt das Vorgehen als ob die rechten Aktivitäten in der Region bewusst verharmlost werden. Dies zeige laut Jade, „dass sich die Zivilgesellschaft im Kampf gegen Rechts nicht auf Behörden verlassen kann“. Sie fordert die Behörden auf, offenzulegen seit wann sie von der Naziveranstaltung wissen und ob weitere Naziveranstaltungen angemeldet seien.
Das von den Behörden verschwiegene Neonazigedenken findet am kommenden Samstag (10.05.14) um 14:00 Uhr am Kugelbachparkplatz statt.
Öffentlich wurde diese Information erst durch die Recherchen der Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München, wörtlich heißt es auf deren Homepage:
„Auch in diesem Jahr soll am Kugelbach im Bad Reichenhaller Ortsteil Karlstein ein neonazistisches SS-Gedenken stattfinden. Neonazis kündigen als Hauptredner den extrem rechten Multifunktionär Roland Wuttke für die um 14 Uhr beginnende Versammlung an.
Mit dieser geschichtsrevisionistischen Veranstaltung wird der SS-Division “Charlemagne” gedacht. Seit ungefähr 35 Jahren gibt es rund um den 08. Mai in Bad Reichenhall dieses Treffen von Alt- und Neonazis zu Ehren der Waffen-SS-Einheit, welche überwiegend aus kollaborierenden französischen Freiwilligen bestand.“


Auftakt Antifa Demo
13:30 Uhr
„Kretabrücke“
Bad Reichenhall

Landfriedensbruch – Kein Friede mit den Reichenhaller Zuständen
Aufruf lesen

aktuelle Infos auf badreichenhall.tk

Bad Reichenhall: Eine Stadt bettelt um antifaschistische Intervention

Pressemitteilung des RABATZ-Bündnis vom 27.06.2013 /// rabatz.tk

Trotz der Aufforderung des RABATZ-Bündnis wurden weder die beiden „Charlemagne-Gedenken“, noch das Kreta-Gedenken verhindert oder anderweitig kritisch begleitet.
In nur einem Monat wurde drei rechten, nationalistischen und geschichtsrevisionistischen Veranstaltungen in Bad Reichenhall Raum gegeben.
So konnte am 4.Mai 2013 das alljährliche SS-Gedenken um den ehemaligen NPD-Funktionär Uwe Brunke am Kugelbach-Parkplatz ungestört stattfinden. Durch Kommunikationsprobleme und das Fernbleiben des Freien Netz Süd waren dieses Jahr deutlich weniger Personen anwesend als in den letzten Jahren. Was den (neo)nazistischen Charakter dieser Veranstaltung allerdings nicht abschwächte.
Beim vom Freien Netz Süd veranstalteten neonazistischen Gedenken am Abend des Tags der Befreiung (08.Mai 2013) versäumte es die Bad Reichenhaller Bevölkerung ebenfalls ein antifaschistisches Zeichen zu setzen und dagegen vorzugehen. So konnte u.a. der Rechtsterrorist Karl-Heinz Statzberger mit den FNS-Aktivisten Roy Asmuß (Teising), Benjamin Hager (Waging am See) und Florian Gottschling (Waging am See) die geschichtsrevisionistische Veranstaltung abhalten. Weiterlesen