Amtliche HÖNKEL-Meldung

Da es bereits die ersten Querelen mit der Nachbarschaft bezüglich der Existenz des FREIRAUMs gibt, haben wir eine amtliche Meldung.

Sehr geehrte Mitbürgerinnen & Mitbürger,
HÖNKEL IST ZURÜCK!!!!!!!

Die Sonne ist aufgegangen, draußen vor unseren Wohnklos. Es hat gedauert bis wir aus der Kanalisation ans Tageslicht gekrochen sind. Wenn´s nach Euch ginge, wären wir immer noch dort. Aber es geht nicht mehr nach Euch!!

Wir sind bereits oben. Als erstes lehren wir Euere Gartenzwerge in Masturbation, dann pinkeln wir Euch in Euer überteuertes Bier, streuen Tiermehl auf Eueren Schweinshaxn, präparieren das Klopapier mit Chilisoße. Nach und nach werden Miethaie zu Fischstäbchen weiterverarbeitet.

Wer sich´s auf Kosten anderer gut gehen lässt wird den vollen Zorn des HÖNKEL auf sich ziehen! Das schließt noch schlimmere Konsequenzen mit ein, als die oben geschilderten

Für die anderen: Flippt aus! Erobert Euere Stadt zurück! Verarscht & macht zum Arsch, wer denkt Euch zu verarschen & zum Arsch zu machen!! Möge die Kraft des HÖNKEL mit Euch sein

Übersetzung:
Nehmt Ihr den FREIRAUM, wird die Stadt zur Wiese gepflügt

Flugi Winter 07/08

NA, LANGWEILIG IN DACHAU?
SCHNAUZE VOLL VON ÜBERTEUERTEN CAFES & BARS?
KEINE KOHLE FÜR DIE PARTYMEILE MÜNCHEN?
KEIN BOCK AUF ABENDE ZU HAUSE
?

Dann hilf mit beim Aufbau des autonomen Jugendzentrums in der Brunngartenstraße!

Dachau, eine Stadt so sauber, dass man von der Strasse essen kann. Diese kleine Stadt mit der dunkelen Vergangenheit kann so leicht nichts aus ihrer Gemütlichkeit bringen. Weder Wahlskandale, Jugendarbeitslosigkeit oder Nazisprühereien. Dafür kann man in der Heimatpresse die letzten Neuigkeiten des Gartenbauvereins lesen….Da verwundert es nicht, wenn sich das Angebot für Jugendliche auf gleich null beläuft.

Proberäume für Bands: wurden dichtgemacht.
Räume für Veranstaltungen und Partys: wurden dichtgemacht.
Die letzte Kneipe, in die man gehen konnte: dichtgemacht.
Deshalb haben wir einen Raum erkämpft,
wo wir uns ohne Konsumzwang treffen können, Veranstaltungen/Konzerte/Partys machen können, wo wir alle die selben Rechte und Pflichten haben.

Mach mit, beteilige Dich an den Umbauten, damit wir so bald wie möglich eröffnen und das Kapitel der Langeweile in Dachau beenden können! Und dann erobern wir die Stadt zurück!

WIR WOLLEN ALLES……..anders

Kein ruhiges Hinterland

Artikel in der (münchner)Freiheit Nr. 3

Dachau, Stadt des ersten deutschen Konzentrationslagers, Stadt in der Lokalpolitiker_innen(Landrat, MdL, Schriftführer der Jungen Union)offen revanchistische Positionen(z.B. am „Tag der Heimat“ 4.9.05) vertreten, in der Übergriffe von Nazis auf Andersdenkende verschwiegen werden, in der einer der grössten Wahlfälschungsskandale nicht das geringste öffentliche Echo hervorrufen. Stadt in der CSU, Katholische Landjugend, Heimat- und Trachtenvereine mit den Böllerschützen und den Kriegsveteranen in glückseeliger Koexistenz nebeneinander her vegetieren………….

in dieser Stadt gibt es auch noch Jugendliche! Aber man sieht sie nicht! Die, die keine Lust auf Schlagerdisco, Nobelcafes und andere überteuerte Schuppen haben, bleiben zu Hause, unter sich. Kohle um in München auszugehen ist oft nicht vorhanden. Die zunehmende Isolierung dieser Jugendlichen wurde noch verstärkt durch kontraproduktive Stadtarbeit der regierenden CSU: Schliessung öffentlicher Proberäume, Schliessung der Rockschmiede, wo selbstorganisierte Konzerte stattfanden. Jede nur erdenkliche Nische wurde dichtgemacht und so organisieren sich die Leute eigene Parties. Das latent revanchistische, katholisch-rassistische Klima in Dachau(die Geschichte wird hier grösstenteils ausgeblendet)erweist sich als Nährboden für eine alternative bis linke……..naja sagen wir mal Gegenkultur. Diese erstreckt sich zwar über den gesamten Landkreis,i st jedoch auf die jeweiligen, örtlich gebundenen Cliquen verteilt und ist auch keineswegs organisiert, geschweige denn politisch. Aber sie ist da: Alternative, Punks, Rastas zwischen 15 und 25.

Eben diese Ausgangssituation nahm sich ein Zusammenschluss meherer „Cliquen“ zum Anlass ein selbstverwaltetes JUZ auf die Beine zu stellen. Man glaubt ja gar nicht wie viele leer stehende Häuser es in Dachau gibt! Die Chancen stehen nach einem Interview in der Lokalpresse und Mund zu Mund Propaganda nicht schlecht, dass das Projekt durchaus Wellen schlagen könnte. Sogar die Stadt (bzw. die oppositionelle SPD) signalisiert behilflich zu sein, doch Vorsicht ist geboten bei Aussagen dieser Art.

Dieses Haus soll allen gehören! Geplant ist eine Mischung aus Jugendcafe und Infoladen:

Kulturelle Veranstaltungen wie Film-und Diavorträge, Konzerte(und je nach Räumlichkeit evtl. Proberäume für lokale Bands), Infos über Tierrechte & Vegetarismus, Beratungsstelle für arbeitsrechtliche Fragen in Ausbildung und Beruf, Diskussionsrunden und Vorträge über aktuelle politische Themen wie z.B. Globalisierung, Sicherheitskonferenz, die Zapatistas in Mexico, den 1.Mai., Widerstand in der BRD und v.a. antifaschistische Arbeit und Aktionen usw.

Offiziell soll das ganze von einem, auf basisdemokratischer Grundlage agierenden, Verein getragen werden. Natürlich können aber auch alle mitwirken die nicht Vereinsmitglieder sind. Die Zahl derer, die sich aktiv beteiligen wollen wird immer grösser, auch die Besitzer diverser Häuser scheinen kooperativ. Zwar ist noch kein Haus fest in Händen, aber die Möglichkeit eins auf offiziellem Weg zu bekommen besteht. Sollte dies fehlschlagen, muss man sich andere Lösungen suchen!!

Es gab in Dachau vor ein paar Jahren schon einmal den Versuch, ein Zentrum dieser Art zu gründen, aber die Sache scheiterte auf Grund des Mangels an Objekten. Dieses mal nicht!

Niemand wird sich abwimmeln lassen! Wir sind bereit und entschlossen das durchzuziehen, mit oder ohne Stadt, aber auf jeden Fall mit Herz, Verstand und Phantasie!!

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