Support Anarchists & Antifascists in Belarus


Spendenaufruf von Anarchist Black Cross Belarus:

„Starting from August 9, there are protests in Belarus against the incumbent president demanding his resignation and release of political prisoners. Anarchists also take part in the protests; sometimes they identify as such, in other times, they choose to participate as affinity groups to spread their ideas rather than popularize the symbols. You can follow the situation through anarchist optics at pramen.io

Interview mit dem anarchistischen Kollektiv Pramen bei Crimethinc – Stand Mitte August

Seit einem Monat sind die Menschen im gar nicht so fernen Belarus im Aufstand, im Aufstand gegen eine postsowjetische staatskapitalistische Diktatur. Ein offensichtlich gefälschtes Wahlergebnis war der Auslöser. Die bürgerliche Opposition lässt nicht viel durchblicken, was sie konkret ändern möchte. Ebenso ist sie kein einheitlicher Block. Vielmehr war die Kandidatin der Opposition Swetlana Tichanovskaja eine Notlösung, da ihr Ehemann als eigentlicher Kandidat im Knast sitzt. Ein weiterer Kandidat, bezeichnenderweise ein Bankmanager, Wiktar Babaryka kam schon im Juni in den Knast wegen des Vorwurfs der Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Es gibt hinreichend Grund zu der Annahme, dass dem Sturz der Diktatur eine flächendeckende Privatisierung der Staatsbetriebe folgen und die neoliberale Epoche der Nachbarstaaten nachgeholt wird.
Die Menschen, die auf die Straße gehen, haben hauptsächlich das erklärte gemeinsame Ziel die Diktatur zu stürzen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Ausschlaggebend sind dabei nicht Erklärungen von irgendwelchen Promis oder Künstler*innen, die die westlichen Medien so gerne hervorheben. In Richtung Revolution geht es, wenn die Arbeiter*innen in den Streik treten und so sah es im August in weiten Teilen aus.¹ Weiterlesen

Warnstreik bei Großbäckerei Glockenbrot in Bergkirchen


Am 20.8.20 traten die Arbeiter*innen der Großbäckerei Glockenbrot GmbH im Industriegebiet GADA Bergkirchen in einen eintägigen Streik. Im Rahmen der Tarifverhandlungen für die Brotindustrie fordern die Kolleg*innen unter dem Mantel der Gewerkschaft NGG 6,2% mehr Lohn, mindestens aber linear 160 Euro mehr monatlich bzw. 80 Euro monatlich mehr für Azubis¹ . Zudem fordern sie mehr Respekt und Anerkennung hinsichtlich ihrer während der Corona-Pandemie zusätzlich auferzwungenen Sonderschichten. Weiterlesen

Wilder Streik und Kranbesetzung auf Regensburger Baustelle


Wilder Streik geht auch in Bayern. Am 4.8.20 besetzten im Regensburger Stadtteil Königswiesen drei Bauarbeiter zwei Kräne, da sie seit zwei Monaten ihre Löhne nicht bekommen. 20 Kollegen aus Ägypten und Italien traten in einen spontanen Streik, drei von ihnen erklommen schließlich die Kräne und schlugen mit Eisenstangen auf die Verstrebungen, um auf sich aufmerksam zu machen. Sie wollen erst herunter kommen, wenn alle ihre Kohle erhalten. So wird‘s gemacht!

Update 13.8.2020
Die Arbeiter sind bei einem italienischen Subunternehmen beschäftigt, dieses bekam für die geleistete Arbeit kein Geld und bezahlte die Arbeiter nicht bzw. nur wenige. Die legten daraufhin die Arbeit nieder. Spontan kamen einige Leute aus der lokalen radikalen Linken zusammen und unterstützten die Streikenden mit einer Solidaritätskundgebung. Streikende gesellten sich dazu, ein Kollege ergriff auch das Wort, allerdings ohne Übersetzung. Die Streikenden berichteten von Anwohner*innen mit Wasser und Essen unterstützt worden zu sein. Weiterlesen

Corona Infektionen unter Erntearbeiter_innen in Niederbayern

Aktualisierung 5.8.20: Nachdem zunächst 52 Arbeiter*innen negativ getestet wurden, waren sie letztlich doch positiv auf Corona. Somit haben sich über 220 Arbeiter_innen infiziert. Derweil scheiterte der Bauer vor Gericht den Betrieb wieder aufzunehmen und die negativ Getesteten wieder für sich schuften zu lassen.
Nach den Reihentests im Landkreis infolge des Ausbruchs auf dem Gemüsehof wurden nun auch in einer Mamminger Konservenfabrik 166 von 600 Arbeiter*innen positiv getestet.

Wieder ein Ausbruch in der Lebensmittelindustrie. Wieder trifft es prekär Beschäftigte und wieder sind es migrantische Kolleg*innen. Ein namentlich nicht genannter Hof im niederbayerischen Mamming, wo hauptsächlich Gurken angebaut werden, hat Hygienevorschriften, v.a. Abstände, nicht eingehalten. Zudem müssen die Erntearbeiter*innen aus Rumänien, Bulgarien und der Ukraine in beengten Containern leben, wo ein Schutz vor Infektion gar nicht gewährleistet werden kann. Von den allgemeinen hygienischen Missständen ganz zu schweigen. Weiterlesen

07.08. Fahrrad Demo in Dachau: Die Krise heißt Kapitalismus


07. August 2020 | Start 19:00 Uhr | Brunngartenstr. 7 | Mobimaterial

DIE KRISE HEISST KAPITALISMUS!
MAKE THE RICH PAY FOR THE COVID-19 CRISIS

Die Covid-19 Krise hat bestehende soziale Widersprüche und Ungleichheit verschärft. Arbeitslosenzahlen, Kurzarbeit nehmen zu, Entlassungen beginnen und werden mit dem Ende des Kurzarbeitsgeldes und der staatlichen Zahlungen an Großunternehmen nicht gekannte Ausmaße annehmen. Über 40 Milliarden Euro gingen bisher ans deutsche Kapital. Gewisse Unternehmen profitieren von der Covid Krise, während für die Arbeiter*innen dort hohe Arbeitsbelastung, mangelnder Gesundheitsschutz und niedrige Löhne unverändert bestehen bleiben. Weiterlesen

Helios Klinikum Dachau: Forderungen der Arbeiter_innen auf die Straße getragen

Kommentar mit autonomen Ausschweifungen

Am 17.06.20 sollte die Bundeskonferenz der Gesundheitsminister_innen stattfinden. Sie wurde abgesagt. Aber aktive Kolleg_innen und unterstützende Aktive haben bundesweit zu Aktionen aufgerufen. Gerade in der Hochphase der Corona-Pandemie traten in den bundesdeutschen Kliniken erhebliche Missstände zu Tage. Nachdem es seit Jahren Proteste und im Jahr 2017/18 sogar Streiks gab, um mehr Personal zu erkämpfen, wird nun gefordert das Gesundheitssystem als Ganzes zu ändern. Es fanden Aktionen in über 10 Städten statt und eben auch in Dachau. Weiterlesen

Corona Ausbruch in Fleischfabrik und die Sauerei geht weiter

Mittlerweile über 1300 Arbeiter_innen haben sich beim Tönnies Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück (NRW) mit dem Corona Virus SARS CoV2 infiziert. Bereits im Mai sorgten die miserablen Schutzvorkehrungen für Infektionen unter Beschäftigten anderer Fleischfabriken. Die über Werkverträge beschäftigten Arbeiter_innen stammen überwiegend aus Osteuropa, Rumänien und Bulgarien, ebenso wie bei Erntearbeiter_innen. Letztere traten in Bornheim wegen der Zustände in einem wilden Streik. Es ist wenig verwunderlich, dass solche Ausbrüche dort gehäuft auftreten. Abstände können nicht eingehalten werden, die Gesundheit der Arbeiter_innen spielt keine Rolle. Weiterlesen

Streik bei Danone in Rosenheim

Am heutigen 3. Juni traten die Kolleg_innen des Rosenheimer Danone-Werks in einen achtstündigen Streik. Der französische Joghurt- und Milchprodukte-Hersteller hatte im Februar angekündigt das Werk 2021 schließen zu wollen. Die Gewerkschaft NGG will mit dem Streik den Konzern zum Abschluss eines Sozialtarifvertrags drängen. Es ist ein Abwehrkampf um Abfindungen und ein perfides Spiel seitens des Konzerns.

Während das Rosenheimer Werk stets profitabel abschloss, sogar über den geforderten Umsatzzahlen, reicht das dem Konzern nicht aus. Konzernweit steigerten sich die Umsatzerlöse von 2016 bis 2019 von 21,9 Millionen Euro auf 25,2 Millionen Euro. Auch die Dividende je Aktie stieg jährlich und lag 2019 bei 2,1. Das Ergebnis vor Steuern stieg mit einem kurzem Einbruch 2018 ebenfalls von 2,6 (2016) auf 2,8, Millionen Euro an ¹. Doch wie viele Unternehmen geht auch Danone in Rosenheim den Weg, den kapitalistische Unternehmen eben gehen – gerade in der Krise. Sie werden einsparen. Weiterlesen

A Call For a New Working Class Strategy

Aufruf von let’s get rooted vom 25.5.2020, ein gemeinsames Projekt der Angry Workers und Croydon Solidarity für neue Selbstorganisation.

Wer sind die Angry Workers? Video mit deutschen Untertiteln

This isn’t a call for a new organisation so much as a call for a new practice. We need collectives that contribute to the struggles of our class based on an analysis of the concrete conditions and of what our fellow workers are already doing. The recent focus on electoral politics has shifted the focus away from what is needed: workers’ self-organisation at work and beyond; and a debate about how our day-to-day struggles relate to the global struggle for a new society. We urgently need to regroup. Why? Weiterlesen

Eure Krise – Nicht auf unserem Rücken

Wie das Kollektiv Crimethinc bereits im April feststellte: „Es gibt Dinge, für die es sich lohnt, den Tod zu riskieren. Die Aufrechterhaltung des Kapitalismus gehört nicht dazu. Statt zur Tagesordnung überzugehen, müssen wir den Kapitalismus ein für alle Mal abschaffen.“ Auch wenn wir Kundgebungen nicht als „Allheilmittel“ begreifen und in einem Diskussionsbeitrag typisch linke Aktionsformen einer kritischen Betrachtung unterziehen bzw. den Ansatz einer Selbstermächtigung hoch halten, hier der Aufruf der Initiative Zukunft erkämpfen