26.09 Feministisches Cafe | 27.09. Film „Der laute Frühling“

26.09.22 | Feministisches Cafe | 19:00 Uhr | Kleine Altstadtgalerie | Burgfriedenstr. 3


Im September ist der internationale „safe abortion day“. Ein Tag, an dem Aktivist*innen sichtbar machen wollen, wie wichtig der Zugang zu Verhütungsmitteln und sicheren Schwangerschaftsabbrüchen ist für das Leben der Frauen und schwangeren Menschen.

Anlässlich dieses Tages wollen wir euch ein kleines Update und Informationen zu der rechtlichen Lage und aktuellen Kämpfen geben sowie den Film „Abandoned“ zeigen, um einen Austausch für dieses sensible Thema zu schaffen – mit allen, die das möchten. Weiterlesen

Inflation, Krise und was tun

Wir gehen erdenklich beschissenen Zeiten entgegen. Täglich überschlagen sich Meldungen über steigende Preise, ebenso über Maßnahmen seitens der Regierung, welche aber nicht im geringsten zu einer Verbesserung der materiellen Lage von uns Lohnarbeiter*innen beitragen werden. Das deutsche Kapital fürchtet eine Rezession, kann sich aber auf die Regierung verlassen, die Kosten der Krise auf uns abzuwälzen. Und die politische Linke? Sie wirkt paralysiert, eine Debatte darüber, wie man dem begegnen kann nimmt erst spät an Fahrt auf und findet dort, wo sie eigentlich geführt werden müsste wenig Widerhall: bei uns in der Klasse der Lohnabhängigen. Weiterlesen

Nirgends so viele 450 Euro Jobs wie in Dachau

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie der Hans-Böckler-Stiftung des DGB¹ gibt es im gesamten Bundesgebiet nirgends so viele Menschen mit einem 450 Euro Job wie im Landkreis Dachau. Mit einem Anteil von 16% bewegt man sich an der Spitze, gefolgt vom Landkreis Fürstenfeldbruck mit 15%. Bei der Suche nach Gründen gehen die Meinungen bei so genannten Expert*innen auseinander, auch ob dies überhaupt ein Problem darstellen würde. Für Lohnabhängige liegen die Gründe klar auf der Hand. Wer zu wenig verdient um damit über die Runden zu kommen, versucht etwas dazu zu verdienen.

Mietwucher

Regelmäßig wird berichtet, dass die Mieten im „Speckgürtel“ von München eben auch bundesweit Spitze sind. In Karlsfeld sind sie 2019 und 2020 gar am höchsten. Dachau bewegt sich meist auf Platz fünf². Weiterlesen

Diskussion: Die Realität der Verleugnung und die Verleugnung der Realität

Übersetzung Dezember 2021 | Antithesi / Kognord

Dieser Text wurde im September 2021 auf Griechisch verfasst und veröffentlicht. Er war als polemische Intervention in einer Debatte über das Sars-CoV-2-Virus, die Maßnahmen und Instrumente zu seiner Bekämpfung und den Autoritarismus der griechischen Regierung gedacht. Auslöser war vor allem unser Erstaunen (und unsere Traurigkeit) darüber, dass viele unserer Genoss*innen und Freund*innen aus dem radikalen Milieu die Pandemie leugnen, während einige von ihnen langsam aber sicher in Verschwörungsdenken und schockierende Absurditäten abgleiten. Mit dem Text wollten wir daher nicht nur solche Irrationalitäten kritisieren und anprangern, sondern versuchen, die verschiedenen Gründe für einen solchen Rückschritt zu verstehen. Obwohl der Text also versucht, die Frage zu beantworten, was uns die Covid-Pandemie (und ihr Management) über den zeitgenössischen Kapitalismus und den Staat sagt, stellt er auch die schwierige Frage, was sie uns über die Subjekte der heutigen Zeit und die materiellen Bedingungen für kollektives Denken und Kämpfen sagt. Weiterlesen

Covid-19 und kein Ende

Mal ehrlich, man kann es nicht mehr hören. Täglich steigende Infektionszahlen, Krankenhauskapazitäten mindestens am Anschlag und eine stabile Masse an Menschen von 14-15 Millionen, die sich einer Impfung gegen den tödlichen Virus verweigern. Ein Ministerpräsident, der allen Ernstes behauptet, die Wissenschaft habe nicht vor einer neuen Welle gewarnt, Diskussionen über Impfpflicht, Einführung von 3G am Arbeitsplatz. Der Staat will erneute Lockdowns umschiffen, weil das Kapital darauf besteht. Nein, es geht nicht um die gesundheitliche Unversehrtheit aller Menschen, weder im Privaten und schon gar nicht in der Arbeit. Es geht um Unversehrtheit der Mehrwertabschöpfung durch unsere Arbeitskraft. Ob große produzierende Industrie oder Kleingewerbe, das Rad muss rollen, ansonsten kann Kapitalismus nicht funktionieren. Weiterlesen

Arbeiter*innen blockieren Hafen von Genua

In der dritten Novemberwoche blockierten über 100 Hafenarbeiter*innen des Collettivo Autonomo Lavoratori Portuali (CALP – Autonomes Hafenarbeiter*innen Kollektiv) den Hafen in Genau, um die Lieferung von Kriegswaffen zu verhindern oder zumindest zu blockieren. Außerdem forderten sie, stattdessen die Häfen für Geflüchtete zu öffnen. Autos und LKW, die in den Hafen gelangen wollten, wurden nicht nur vom CALP gehindert, sondern auch von brennenden Autoreifen.

Die Beteiligten agieren mit einer Selbstverständlichkeit, was mitunter damit begründet werden kann, dass das Collettivo Autonomo Lavoratori Portuali schon seit knapp 10 Jahren existiert und immer wieder mit Aktionen von sich reden machte. Weiterlesen

Diskussion: Über antisozialen Individualismus, Impfgegner*innen und Faschismus

Diskussionstext des italienischen operaistischen Theoretikers Sergio Bologna über antisozialen Individualismus, Impfgegner*innen und Faschismus. Manche getätigten Aussagen spiegeln die Verhältnisse in Italien wider und können nicht eins zu eins auf die Bundesrepublik übertragen werden. Wesen und Charakter von Bewegungen wie „Querdenken“ sind aber treffend erfasst und können als Diskussionsgrundlage dienen dieses Phänomen einzuordnen.

Wir überlassen die Idee der Freiheit nicht den Rechten!

Originalveröffentlichung bei Officina Prima Maggio Weiterlesen

Dachauer Klinik-Arbeiter*innen erklären sich solidarisch mit Streik in Berlin

Die Unabhängige Betriebsgruppe am Helios Amper-Klinikum Dachau hat eine Solidaritätserklärung für den seit 09.09.21 laufenden Streik an Berliner Kliniken abgegeben. Die Kolleg*innen der Vivantes Kliniken und der Charité wollen einen Personalschlüssel durchsetzen, außerdem soll eine tarifliche Eingliederung der Vivantes Service Gesellschaft in den TVöD erreicht werden. Somit befinden sich drei Belegschaften in einem unbefristeten Arbeitskampf.

Hintergründe und laufend aktuelle Meldungen finden sich bei LabourNet, ein Videobericht mit Stimmen von Kolleg*innen gibt es auf Labournet TV. Wie es gelingt einen Kampf in drei Betrieben zu führen und man Bündnisse wie Deutsche Wohnen enteignen miteinbezieht, kann in einem Interview mit einer Streikenden nachgelesen werden. Weiterlesen

Warum wir mit dem Lokführer*innenstreik solidarisch sind

Seit Mittwoch, den 11.08.21 um 2:00 Uhr findet der seit 2015 größte Streik der Lokführer*innen statt. Bis Freitag, 13.08. werden der Fern-, Nah- und Güterverkehr bestreikt. Es geht der zum Streik aufrufenden Gewerkschaft GDL um mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen. Natürlich sind wir mit dem Streik solidarisch, v.a. weil wir uns Solidarität auch in unseren Kämpfen um weniger Arbeit und mehr Lohn wünschen, aber hier geht es noch um viel mehr.

Bashing unserer Kolleg*innen ist inakzeptabel

Fulminante 95% der Gewerkschaftsmitglieder stimmten für diesen Streik, bei einer Beteiligung von 70% an der Urabstimmung. Das widerlegt die in der Öffentlichkeit verbreitete Reduzierung des Streiks auf den GDL-Vorsitzenden. Dieser Streik wird von einer klaren Mehrheit der Arbeiter*innen getragen. Wie bei allen Lokführer*innenstreiks wird das mediale Bashing gegen die kämpfenden Kolleg*innen nicht ausbleiben. Weiterlesen