28.11. Feministisches Cafe: Queere Sprache? | 06.12. Antifa Infocafe: Boycott Qatar – Kickerturnier


28.11.22 | Feministisches Cafe | 19:30 Uhr | Kleine Altstadtgalerie | Burgfriedenstr. 3

Wie prägt Sprache unser Vorstellungsbild von Geschlechtern? Wie kann sie nicht-binär umstrukturiert werden? Und was für Möglichkeiten beinhaltet die deutsche Sprache und ihre Grammatik abseits der Methodik des Genderns?
Sprachtheorien, welche nicht das binäre Gendersystem dieser Gesellschaft aufrechterhalten, sind rar.
Deshalb wird es einen kurzen Input von einer eingeladenen Referentin zu queer-feministischen Sprachansätzen geben. Anschließend wird ein Raum für Ideen und Diskussionen geschaffen.

06.12.22 | Antifaschistisches Infocafe | 20:00 Uhr | Freiraum Dachau | Brunngartenstr. 7

Boycott Qatar – Kickern gegen Unterdrückung und Kommerz
Die Männerfußball WM in Katar polarisiert. Die Fanszenen und weite Teile der Bevölkerung, sowie Kneipenbetreiber*innen sind sich bundesweit einig die gesamte WM zu boykottieren.
Um diesen Boykott symbolisch zu unterstützen werden wir im Dezember Antifa Café ein Kickerturnier veranstalten. Ihr könnt als Zweierteams kommen oder es werden vor Ort Zweierteams gebildet. Erfahrung und technische Skills spielen dabei keine Rolle.

Für einen Boykott gibt es massenhaft Gründe – hier eine Auswahl der wichtigsten:
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20.11.22: Kundgebung gegen queerfeindliche Gewalt


20.11.22 | 15:00 Uhr | Unterer Markt Dachau

Am 20.11., dem Trans* Day of Remembrance, gedenken wir den Opfern trans*feindlicher Gewalt. Als Gruppe queerer Menschen aus dem Freiraum und dem Feministischen Café Dachau laden wir euch ein, mit uns gegen Queer- und Trans*feindlichkeit zu demonstrieren – egal ob trans*, queer oder einfach solidarisch.

Denn die Gewalt nimmt zu: Auf vielen CSD-Paraden kam es 2022 zu queerfeindlichen Angriffen, in Münster wurde der trans Mann Malte erschlagen. Wöchentlich gibt es Nachrichten über neue Vorfälle, die Dunkelziffer ist groß. Die direkte körperliche Gewalt ist aber nur Spitze eines lebensgefährlichen Eisberges. 2022 hat auch die öffentliche Hetze gegen trans* Personen ein neues Level erreicht: In allen großen Medien wird ergebnisoffen darüber diskutiert, wie gefährlich wir sind und ob es uns überhaupt geben soll. Es reicht!

Lasst uns gemeinsam zeigen, dass wir die Gewalt nicht unbeantwortet lassen und zusammen für eine bessere Welt einstehen; andächtig, laut und wütend – und überall!

Mourn the dead and fight like hell for the living!

31.10. Feministisches Cafe: Lieblingsbücher | 08.11. Antifa Infocafe: Von den Corona Protesten zum „heißen Herbst

31.10. | Feministisches Cafe | 19:00 Uhr | Kleine Altstadtgalerie | Burgfriedenstr. 3

Feministische Lieblingsbücher
Du hast ein feministisches Buch, das du in einem Atemzug durchgelesen hast? Eine bestimmte Stelle hat deine Sichtweise total verändert? Es steht ein Roman bei dir, der nicht nur binäre Protagonist*innen beinhaltet?

Bring deine Lieblingsbücher mit in das Feministische Cafe Dachau. Bei Drinks und Snacks können wir uns über die besten Werke der letzten Jahrhunderte unterhalten oder aktuelle Neuerscheinungen besprechen. In diesem Cafe ist Zeit, um neue Vorschläge für die eigene Lektüre zu sammeln und Inspirationen zu bekommen.
Es wird auch eine Auswahl an feministischen Büchern bereit liegen, die erworben werden können.

08.11.22 | Antifaschistisches Infocafe | 20:00 Uhr | Freiraum Dachau | Brunngartenstr. 7

Von den Corona Protesten zum „heißen Herbst – Was macht die radikale Rechte in Bayern gerade?

Mit Referent Robert Andreasch (AIDA)

Voller Verheißung stürzten sich rechte Kräfte sämtlicher Couleur auf die Proteste gegen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Nach jahrelanger unmöglicher Teilhabe an sozialen Bewegungen hatte man sich endlich eine breite Bewegung von rechts vorgestellt, in der sie ihre politischen Ziele einzubringen vermochte. Weiterlesen

Antifaschistisches Infocafe 11.10.22: Die (extreme) Rechte und die soziale Frage

FREIRAUM Dachau | 20:00 Uhr | Brunngartenstr. 7

Die Verteuerungen auf Strom, Heizung, Lebensmittel haben ein historisches Ausmaß erreicht und viele lohnabhängig Beschäftigte müssen jetzt schon jeden Cent zweimal umdrehen. Es ist absehbar, dass eine erhebliche Anzahl von Menschen die hohen Kosten nicht aufbringen können wird. Dagegen gilt es sich aufzustellen.

Ob es uns gefällt oder nicht, auch politische Gegner*innen haben sich jetzt Sozialprotest auf die Fahnen geschrieben und bereiten sich auf ihren „heißen Herbst“ vor. In diesem Café soll es darum gehen die Positionierung der extremen Rechten und reaktionärer Vernetzungen der Pandemieleugner*innen zur sozialen Frage genauer zu betrachten. Auch welche Rolle soziale Widersprüche und Gegensätze grundsätzlich in ihrer Ideologie spielen. Weiterlesen

Antifaschistisches Infocafe 06.09.22: Die Baldies – Von der multikulturellen Skinhead Crew zur Gründung von Anti-Racist Action

Antifaschistisches Infocafé | Freiraum Dachau | Brunngartenstr. 7 | 20:00 Uhr
Dokumentarfilm: Anti-Racist Skinheads Fighting Nazis – The Baldies | USA 2021 | 52 min.

Minneapolis im Norden der USA Mitte der 80er: Eine Gruppe Punk Kids kommt im Stadtteil Uptown zusammen. Schnell wechseln sie zum Skinhead Stil über und nennen sich fortan „Baldies“. Aufgrund der verschiedensten Herkunft aller Beteiligten, steht Rassismus innerhalb der „Baldies“ nicht nur nicht zur Debatte, man bekämpft Rassismus gezielt – auf Konzerten und auf der Straße. Weiterlesen

Asow – ein nach wie vor neonazistisches Regiment

Mit dem Krieg gegen die Ukraine treten höchst bedenkliche öffentlich geführte Debatten zu Tage. Vorweg: In diesem Text wird nicht russischer Regierungspropaganda ins Horn geblasen, wird nicht realtiviert, dass es sich um einen Angriffskrieg seitens des russischen Regimes handelt, wird nicht ausgeblendet, dass russische Neonazis – wie die „Gruppe Wagner“ – für die russische Seite kämpfen.

Dieser Beitrag betrachtet das so genannte „Regiment Asow“, einen ukrainischen militärischen Verbund mit klar neonazistischem Charakter, welcher politische, kulturelle und sportliche Ableger in sich vereint und sich in den letzten Jahren zu einem internationalen Bezugs- und Kristallisationspunkt für die weltweite und die westeuropäische Neonazi-Szene im Speziellen entwickelt hat.

Nazis oder einfach nur Elitekämpfer?

Viele bundesdeutsche Leitmedien unterschlagen mittlerweile den neonazistischen Charakter der Organisation oder stellen deren Bezug dazu im Zuge des Krieges in Frage. So wurde zum einen nach der Kapitulation der im Asowschen Stahlwerk in Mariupol ausharrenden Kämpfer, eine Diskussion über die Behandlung von Kriegsgefangenen geführt. In der Berichterstattung der Tagesschau wurde zwar darauf hingewiesen, dass es sich um Kämpfer des „Regiment Asow“ handelt, ihre neonazistische Ideologie aber blieb unerwähnt. Der „Asow“-Kommandeur gab der Tagesschau ein Interview (1). Auch die Sympathiebekundungen des ehemaligen ukrainischen Botschafters Andrij Melnyk im März, der darüber hinaus noch bestritt, dass „Asow“ ein Neonaziregiment sei, wurden überwiegend unkritisch bewertet. Weiterlesen

Abschiebehardliner Löwl

Der Dachauer Landrat Löwl hat erneut eine Abschiebung zu verantworten. Eine komplette Familie aus Karlsfeld, die seit 2015 hier lebt, deren jüngste Tochter hier geboren wurde, wurde in der Nacht auf den 13.07.22 wie üblich überfallartig aus den Betten gerissen und direkt nach Nigeria abgeschoben. Die Eltern Faith und Nicholas sind schwer krank, der Sohn geistig beeinträchtigt. Kurz vor der Einführung des von der Bundesregierung verabschiedeten Chancenaufenthaltsrechts (1), schiebt man die Karlsfelder Familie noch schnell ab. Vater Nicholas hatte kurzfristig seinen Job verloren, weil man ihm die Arbeitserlaubnis entzogen hatte (2). Für die Kinder ist Nigeria ein fremdes Land, die katholischen Eltern fürchten die islamistische Terrormiliz Boko Haram.

Dass das Landratsamt Dachau immer wieder mit Abschiebungen in die Schlagzeilen gerät, zieht sich wie ein roter Faden durch die Lokalpolitik. Alle Beteuerungen sich nur an geltendes Recht zu halten, können nicht darüber hinweg täuschen, dass der Landrat ein Hardliner ist. Bei jeder weiteren Abschiebung gibt er sich selbstgerecht, hochmütig und von jeglicher Kritik unbeeindruckt (3). Im Falle ukrainischer Geflüchteter gibt er aber fast schon den freigiebigen Staatsmann, inszeniert sich als Samariter, appelliert an die Dachauer*innen solidarisch zu sein. Was für eine Heuchelei! Weiterlesen

Antifaschistisches Infocafe 05.07.22: WDzwo Aktivist*innen der Hofbesetzung berichten

 

FREIRAUM Dachau | Brunngartenstr. 7 | Beginn 20:00 Uhr | aktuelle Infos wdzwo.wordpress.com/

Eine Besetzung, eine Räumung und ein Projekt, das noch lange nicht zu Ende ist. Anfang des Jahres wurde heimlich, still und leise ein seit fast 10 Jahren leerstehender Hof in Wolfersdorf im Landkreis Freising besetzt. Ein Freiraum sollte entstehen, es wurde aufgeräumt, renoviert und ausgemistet. Platz ist ein Privileg und wir haben vor, ihn nicht zu verschwenden. Dass der Hof weiter verfällt, bedeutet mehr Profit für die Erb*innen weil das Bauland darunter immer wertvoller wird. Doch mit Wohnraum und Land darf nicht spekuliert werden. Wohnraum und Land soll bedarfsorientiert im Kollektiv genutzt werden. Mit der WDzwo entsteht ein Projekt, das selbstorganisiert und basisdemokratisch gestaltet werden soll“, sagen sie. Weiterlesen

Antifaschistisches Infocafe 07.06.22: Filmvorführung „Chemnitz triggert“

FREIRAUM Dachau | Brunngartenstr. 7 | Beginn 20:00 Uhr

Chemnitz Triggert – Zwischen Angst, Wut und Widerstand

Chemnitz ist eine Stadt mit rechter Tradition. Die rechten Mobilisierungen 2018 waren ein Höhepunkt, aber nur eine sichtbare Eskalation des rassistischen und rechtsdominierten Normalzustandes dieser Stadt.
Diese Dokumentation zeigt auf feinfühlige Weise die Kontinuität von Rassismus und rechter Gewalt in Chemnitz aus Sicht der Betroffenen. Doch die Präsenz von Neonazis und der alltägliche Rassismus erzeugt nicht nur Angst und Wut, sondern auch Widerstand.

Trotz der internationalen Empörung über die Ereignisse von 2018, trotz der Ernennung von Chemnitz zur europäischen Kulturhauptstadt 2025 hat sich bis heute wenig verändert. Dieser Film zeigt eine nie zuvor gehörte Perspektive, abseits von Staat und Imagepolitik. Kritisch, emotional und kämpferisch!

Dokumentarfilm Chemnitz 2021 | ca. 72 Minuten |

Gedenken an den Dachauer Aufstand vom 28.04.1945

 

In Erinnerung an den Dachauer Aufstand vom 28.04.1945 legten Antifaschist*innen am Jahrestag einen Kranz gegenüber des Rathauses ab.

Alle zusammen gegen Faschismus und Reaktion. Erinnnern heißt kämpfen!

 

In Gedenken an die Antifaschist*innen, die kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs den Nazistaat stürzen wollten. Die mit der Eroberung des Rathauses die Stadt Dachau befreien wollten. Die eine Liquidierung des Konzentrationslagers und weiteres Blutvergießen bis zum erwarteten Einmarsch der Alliierten verhindern wollten. In Gedenken an die aufständischen Arbeiter*innen und geflohenen KZ Häftlinge, die dafür mit dem Leben bezahlten. Weiterlesen