Gedenken an den Dachauer Aufstand vom 28.04.1945

 

In Erinnerung an den Dachauer Aufstand vom 28.04.1945 legten Antifaschist*innen am Jahrestag einen Kranz gegenüber des Rathauses ab.

Alle zusammen gegen Faschismus und Reaktion. Erinnnern heißt kämpfen!

 

In Gedenken an die Antifaschist*innen, die kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs den Nazistaat stürzen wollten. Die mit der Eroberung des Rathauses die Stadt Dachau befreien wollten. Die eine Liquidierung des Konzentrationslagers und weiteres Blutvergießen bis zum erwarteten Einmarsch der Alliierten verhindern wollten. In Gedenken an die aufständischen Arbeiter*innen und geflohenen KZ Häftlinge, die dafür mit dem Leben bezahlten. Weiterlesen

Diskussion: Die Realität der Verleugnung und die Verleugnung der Realität

Übersetzung Dezember 2021 | Antithesi / Kognord

Dieser Text wurde im September 2021 auf Griechisch verfasst und veröffentlicht. Er war als polemische Intervention in einer Debatte über das Sars-CoV-2-Virus, die Maßnahmen und Instrumente zu seiner Bekämpfung und den Autoritarismus der griechischen Regierung gedacht. Auslöser war vor allem unser Erstaunen (und unsere Traurigkeit) darüber, dass viele unserer Genoss*innen und Freund*innen aus dem radikalen Milieu die Pandemie leugnen, während einige von ihnen langsam aber sicher in Verschwörungsdenken und schockierende Absurditäten abgleiten. Mit dem Text wollten wir daher nicht nur solche Irrationalitäten kritisieren und anprangern, sondern versuchen, die verschiedenen Gründe für einen solchen Rückschritt zu verstehen. Obwohl der Text also versucht, die Frage zu beantworten, was uns die Covid-Pandemie (und ihr Management) über den zeitgenössischen Kapitalismus und den Staat sagt, stellt er auch die schwierige Frage, was sie uns über die Subjekte der heutigen Zeit und die materiellen Bedingungen für kollektives Denken und Kämpfen sagt. Weiterlesen

Diskussion: Über antisozialen Individualismus, Impfgegner*innen und Faschismus

Diskussionstext des italienischen operaistischen Theoretikers Sergio Bologna über antisozialen Individualismus, Impfgegner*innen und Faschismus. Manche getätigten Aussagen spiegeln die Verhältnisse in Italien wider und können nicht eins zu eins auf die Bundesrepublik übertragen werden. Wesen und Charakter von Bewegungen wie „Querdenken“ sind aber treffend erfasst und können als Diskussionsgrundlage dienen dieses Phänomen einzuordnen.

Wir überlassen die Idee der Freiheit nicht den Rechten!

Originalveröffentlichung bei Officina Prima Maggio Weiterlesen

16.11.21 Antifaschistisches Infocafe: Shirts, Labels, Sport – Ein Streifzug durch den extrem rechten Lifestyle

20:00 Uhr | FREIRAUM Dachau | Brunngartenstr.7 | Bitte kommt mit Maske | es gilt 3G+ vor Einlass |

Das kennen sicher viele: Du stehst an der Kasse oder am Bahnsteig und denkst Dir „Ist das ein Nazi-Shirt?“ Neben bekannten Marken wie „Thor Steinar“ hat sich innerhalb der letzten Jahre eine Vielzahl an rechten Modemarken etabliert. Dies ging mit einigen Umbrüchen in der Nazi-Szene einher.
Anfang der Neunziger war es neonazisische Musik, der so genannte Rechtsrock, der Gemeinschaftsgefühl, männliche Stärke und die eigene Exklusivität brachte, gleichzeitig aber auch Anziehungskraft nach außen herstellte. Mittlerweile hat sich das Spektrum an Angeboten des rechten Lifestyles deutlich erweitert. V.a. der Bereich des Kampfsports ist hier zu nennen. Dort werden Brücken in Milieus gebaut, die sich mit Rechtsrocksaufgelagen nicht erschließen ließen. Mit Kampfsport konnten neonazistische Teile der Hooligan-Szene in organisierte Strukturen eingebunden werden. Seit 2014 ist ein Geflecht aus Kampfsport-Teams und Marken, Rechtsrock-Labels und Bands, sowie politisch ideologischen Plattformen und Organisationen entstanden, die diesen Bereich stetig zu professionalisieren versuchen und mit groß angelegten Events nicht nur die Neonazi-Szene, sondern auch ihr eigenes Leben finanzieren können. Im Fahrwasser dieser Entwicklung von „gesundem Körper und gesundem Geist“ befindet sich eine nicht mehr wahllos ausgelebte, sondern eine präzisierte und geschulte Gewalt, welche gepaart mit elitärem Selbstverständnis, weit mehr Gefahren in sich birgt als nur einen martialischen Kult zur Schau zu stellen.
Gerade dieses Zur-Schau-stellen geschieht durch getragene Kleidung. Was dahinter steckt wollen wir Euch zeigen.

24.08.21 Antifa Infocafe: Verschwörungserzählungen

24.08.21 | 19:00 Uhr | FREIRAUM Dachau | Brunngartenstr. 7

Wir wollen mit euch diskutieren und zwar endlich wieder real. Bitte tragt eine FFP2 Maske und haltet euch an Hygieneauflagen

Mit dem Beginn der Pandemie bekamen Verschwörungserzählungen ungeahnten Zulauf und konnten sogar tausende Menschen auf die Straße mobilisieren. Dabei sind sie gar kein neues Phänomen. Bereits die Anschläge vom 11.9.2001 wurden von einigen als Verschwörung angesehen und auch früher gab es viele Menschen, die Impfen kategorisch ablehnten. Neu sind die Mittel der Kommunikation: Im Alltag stellen Social Media Bubbles den internen Zusammenhalt durch permanente gegenseitige Vergewisserung her und sichern so die Anbindung.

Die heutigen Verschwörungsmythen beruhen auf der Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 und der dadurch hervorgerufenen Krankheit Covid-19. Dabei reichen die Behauptungen von der Leugnung der Existenz des Virus und seiner Gefährlichkeit bis zu seinem Nutzen, die Weltbevölkerung diktatorisch zu überwachen oder gar zu dezimieren. Im Hintergrund werden stets geheime Mächte aus Wenigen gesehen, die die Geschicke der Welt zu ihren Gunsten lenken würden, eine „New World Order“ (NWO), „Globalisten“ oder eine „Finanzelite“. Wie in einem Fluchtpunkt mündet eine Mehrzahl dieser Verschwörungserzählungen in antisemitischen Deutungen. Weiterlesen

Das „Ein Prozent“ Netzwerk – 100% neofaschistisch

Seit einem halben Jahr tauchen in Dachau alle paar Tage extrem rechte Aufkleber von „Ein Prozent“ auf. Manchmal nur vereinzelt, manchmal in der Fläche. Die Sticker tragen die Aufschrift „Deutschland ist bunt genug“, „Deutschland steh auf“ oder „Kehrt nach Hause zurück, eure Heimat braucht euch“. Letzteres überwiegend in der Gegend der Geflüchtetenunterkunft in der Lilienstraße und vergangenes Wochenende erneut an der KZ-Gedenkstätte. Weiterlesen

Ihr bleibt unvergessen! In Gedenken an den Dachauer Aufstand vom 28.04.1945

Legt am 28.04. Blumen an der Gedenktafel an der Sparkasse gegenüber des Rathauses ab.

Der antifaschistische Dachauer Aufstand am 28.04.1945 war der Versuch Dachau von der NS Herrschaft zu befreien. Nach Beginn der Todesmärsche aus dem Konzentrationslager versuchten Widerstandsgruppen die Ermordung der Menschen im Lager und weiteres Blutvergießen in der Stadt zu verhindern. Weiterlesen

Die „Bürgerinitiative für ein freies & selbstbestimmtes Deutschland“ – eine extrem rechte Psychose mit Ursprung im Landkreis Dachau

Im Landkreis Dachau wurde Ende September eine neue extrem rechte Gruppierung mit dem Namen „Bürgerinitiative für ein freies und selbstbestimmtes Deutschland“ (BIFSD) gegründet. Gründer ist der in Altomünster wohnhafte Aktivist und Unternehmer Jürgen Steinhäuser. Die Gruppierung hat außer etwas heißer Luft in sozialen Netzwerken noch nicht viel gerissen. Sie ist allerdings ein Beispiel für die Ausdifferenzierung am rechten Rand bei gleichzeitig verschwimmenden Grenzen zwischen einzelnen Spektren.

Der extrem rechte Unternehmer-Aktivist
Steinhäuser trat im Mai aus der AfD aus, da ihm die Haltung der AfD in Bezug auf die Corona Politik zu lasch war. Zuvor war er stellvertretender Vorsitzender des AfD Ortsverband Odelzhausen, Mitglied im Vorstand des Kreisverband Dachau und für kurze Zeit zum Jahreswechsel 2019/20 Mitglied des bayerischen Landesvorstands. Steinhäuser ist überwiegend in sozialen Medien aktiv und versucht dort Gleichgesinnte zu binden, hatte aber seit jeher auch ein Faible für Straßenprotest. Weiterlesen

Erinnern und handeln! Lagergemeinschaft Dachau positioniert sich zur Katastrophe in Moria

In einer Pressemitteilung vom 12.09.20 ergreift die Lagergemeinschaft Dachau Position zu den katastrophalen Zuständen in Moria nach dem das dortige Geflüchtetenlager – das größte seiner Art in Europa – angebrannt ist. Sie fordert, dass tausende Menschen in der BRD aufgenommen werden sollen.
„Derzeit leben Hunderttausende von Menschen unter katastrophalen Bedingungen in elenden Flüchtlingslagern an den Außengrenzen Europas. Diktatoren wie Erdogan oder die sogenannte libysche Küstenwache werden von der EU finanziert, um Flüchtende am Grenzübertritt in die EU zu hindern. Die Situation in diesen Lagern ist zutiefst menschenunwürdig und dramatisch. Insbesondere in Griechenland ist die EU direkt dafür verantwortlich. Die Corona-Pandemie hat die Situation verschärft und erfordert schon seit Monaten Maßnahmen zum Schutz und für die Sicherung der Gesundheit der Geflüchteten. Dennoch haben die EU und die Bundesregierung nichts Wesentliches unternommen, um Abhilfe in Gang zu bringen. Weiterlesen