26.09 Feministisches Cafe | 27.09. Film „Der laute Frühling“

26.09.22 | Feministisches Cafe | 19:00 Uhr | Kleine Altstadtgalerie | Burgfriedenstr. 3


Im September ist der internationale „safe abortion day“. Ein Tag, an dem Aktivist*innen sichtbar machen wollen, wie wichtig der Zugang zu Verhütungsmitteln und sicheren Schwangerschaftsabbrüchen ist für das Leben der Frauen und schwangeren Menschen.

Anlässlich dieses Tages wollen wir euch ein kleines Update und Informationen zu der rechtlichen Lage und aktuellen Kämpfen geben sowie den Film „Abandoned“ zeigen, um einen Austausch für dieses sensible Thema zu schaffen – mit allen, die das möchten. Weiterlesen

Inflation, Krise und was tun

Wir gehen erdenklich beschissenen Zeiten entgegen. Täglich überschlagen sich Meldungen über steigende Preise, ebenso über Maßnahmen seitens der Regierung, welche aber nicht im geringsten zu einer Verbesserung der materiellen Lage von uns Lohnarbeiter*innen beitragen werden. Das deutsche Kapital fürchtet eine Rezession, kann sich aber auf die Regierung verlassen, die Kosten der Krise auf uns abzuwälzen. Und die politische Linke? Sie wirkt paralysiert, eine Debatte darüber, wie man dem begegnen kann nimmt erst spät an Fahrt auf und findet dort, wo sie eigentlich geführt werden müsste wenig Widerhall: bei uns in der Klasse der Lohnabhängigen. Weiterlesen

Antifaschistisches Infocafe 06.09.22: Die Baldies – Von der multikulturellen Skinhead Crew zur Gründung von Anti-Racist Action

Antifaschistisches Infocafé | Freiraum Dachau | Brunngartenstr. 7 | 20:00 Uhr
Dokumentarfilm: Anti-Racist Skinheads Fighting Nazis – The Baldies | USA 2021 | 52 min.

Minneapolis im Norden der USA Mitte der 80er: Eine Gruppe Punk Kids kommt im Stadtteil Uptown zusammen. Schnell wechseln sie zum Skinhead Stil über und nennen sich fortan „Baldies“. Aufgrund der verschiedensten Herkunft aller Beteiligten, steht Rassismus innerhalb der „Baldies“ nicht nur nicht zur Debatte, man bekämpft Rassismus gezielt – auf Konzerten und auf der Straße. Weiterlesen

Asow – ein nach wie vor neonazistisches Regiment

Mit dem Krieg gegen die Ukraine treten höchst bedenkliche öffentlich geführte Debatten zu Tage. Vorweg: In diesem Text wird nicht russischer Regierungspropaganda ins Horn geblasen, wird nicht realtiviert, dass es sich um einen Angriffskrieg seitens des russischen Regimes handelt, wird nicht ausgeblendet, dass russische Neonazis – wie die „Gruppe Wagner“ – für die russische Seite kämpfen.

Dieser Beitrag betrachtet das so genannte „Regiment Asow“, einen ukrainischen militärischen Verbund mit klar neonazistischem Charakter, welcher politische, kulturelle und sportliche Ableger in sich vereint und sich in den letzten Jahren zu einem internationalen Bezugs- und Kristallisationspunkt für die weltweite und die westeuropäische Neonazi-Szene im Speziellen entwickelt hat.

Nazis oder einfach nur Elitekämpfer?

Viele bundesdeutsche Leitmedien unterschlagen mittlerweile den neonazistischen Charakter der Organisation oder stellen deren Bezug dazu im Zuge des Krieges in Frage. So wurde zum einen nach der Kapitulation der im Asowschen Stahlwerk in Mariupol ausharrenden Kämpfer, eine Diskussion über die Behandlung von Kriegsgefangenen geführt. In der Berichterstattung der Tagesschau wurde zwar darauf hingewiesen, dass es sich um Kämpfer des „Regiment Asow“ handelt, ihre neonazistische Ideologie aber blieb unerwähnt. Der „Asow“-Kommandeur gab der Tagesschau ein Interview (1). Auch die Sympathiebekundungen des ehemaligen ukrainischen Botschafters Andrij Melnyk im März, der darüber hinaus noch bestritt, dass „Asow“ ein Neonaziregiment sei, wurden überwiegend unkritisch bewertet. Weiterlesen

Feministisches Cafe 25.07.22: Selbstbestimmungsgesetz und Transfeindlichkeit – Info und Diskussion

Am 30.06.22 hat die Ampel-Koalition die Eckpunkte des versprochenen Selbstbestimmnungsgesetztes vorgestellt, das trans* und inter* Personen eine unkomplizierte Änderung von Vornamen und bürokratischen Geschlecht ermöglichen soll. Wie erwartet werden nun auch in Deuscthland die Anti-Trans-Aktivist_innen lauter, ihre Transfeindlichkeit wird in Medien und Wissenschaft oft als „Meinung“ toleriert.

Um den historischen Hintergrund zu verstehen, schauen wir und zuerst Online-Ausstellung an. Dann wollen wir darüber sprechen, wie Transfeindlichkeit heute funktioniert – und überlegen, was wir dagegen tun können.

Kleine Altstadtgalerie | Burgfriedenstr. 3, Dachau Altstadt

Abschiebehardliner Löwl

Der Dachauer Landrat Löwl hat erneut eine Abschiebung zu verantworten. Eine komplette Familie aus Karlsfeld, die seit 2015 hier lebt, deren jüngste Tochter hier geboren wurde, wurde in der Nacht auf den 13.07.22 wie üblich überfallartig aus den Betten gerissen und direkt nach Nigeria abgeschoben. Die Eltern Faith und Nicholas sind schwer krank, der Sohn geistig beeinträchtigt. Kurz vor der Einführung des von der Bundesregierung verabschiedeten Chancenaufenthaltsrechts (1), schiebt man die Karlsfelder Familie noch schnell ab. Vater Nicholas hatte kurzfristig seinen Job verloren, weil man ihm die Arbeitserlaubnis entzogen hatte (2). Für die Kinder ist Nigeria ein fremdes Land, die katholischen Eltern fürchten die islamistische Terrormiliz Boko Haram.

Dass das Landratsamt Dachau immer wieder mit Abschiebungen in die Schlagzeilen gerät, zieht sich wie ein roter Faden durch die Lokalpolitik. Alle Beteuerungen sich nur an geltendes Recht zu halten, können nicht darüber hinweg täuschen, dass der Landrat ein Hardliner ist. Bei jeder weiteren Abschiebung gibt er sich selbstgerecht, hochmütig und von jeglicher Kritik unbeeindruckt (3). Im Falle ukrainischer Geflüchteter gibt er aber fast schon den freigiebigen Staatsmann, inszeniert sich als Samariter, appelliert an die Dachauer*innen solidarisch zu sein. Was für eine Heuchelei! Weiterlesen

Antifaschistisches Infocafe 05.07.22: WDzwo Aktivist*innen der Hofbesetzung berichten

 

FREIRAUM Dachau | Brunngartenstr. 7 | Beginn 20:00 Uhr | aktuelle Infos wdzwo.wordpress.com/

Eine Besetzung, eine Räumung und ein Projekt, das noch lange nicht zu Ende ist. Anfang des Jahres wurde heimlich, still und leise ein seit fast 10 Jahren leerstehender Hof in Wolfersdorf im Landkreis Freising besetzt. Ein Freiraum sollte entstehen, es wurde aufgeräumt, renoviert und ausgemistet. Platz ist ein Privileg und wir haben vor, ihn nicht zu verschwenden. Dass der Hof weiter verfällt, bedeutet mehr Profit für die Erb*innen weil das Bauland darunter immer wertvoller wird. Doch mit Wohnraum und Land darf nicht spekuliert werden. Wohnraum und Land soll bedarfsorientiert im Kollektiv genutzt werden. Mit der WDzwo entsteht ein Projekt, das selbstorganisiert und basisdemokratisch gestaltet werden soll“, sagen sie. Weiterlesen

Hofbesetzung im Landkreis Freising geräumt

Pressemitteilung Freising, 15.06.2022

„Am gestrigen Dienstag, den 14. Juni 2022 wurde die Hofbesetzung „WDzwo“ in Au i.d. Hallertau am elften Tag nach der Öffentlichmachung überraschend von der Polizei geräumt. Eine Erbin hatte Anzeige erstattet, woraufhin die Polizei mit einem Kasten- und einem Streifenwagen anrückte und die Besetzung auflöste.

„Damit haben wir gerechnet, aber dennoch sind wir enttäuscht“, sagt Mia Finke, Pressesprecherin der WDzwo-Besetzung. „Das ganze hätte anders laufen können. Die Erbin hätte jederzeit für einen Austausch bei uns vorbeikommen können, die WDzwo war ein offener Ort. Aber anstatt den Weg der kommunikation zu gehen, wählt die Erbin staatliche Repression. Das ist enttäuschend.“

Seit Januar war der alte Vierseithof in Wolfersdorf 2, der seit acht Jahren leer steht, still von Aktivist*innen besetzt. Am Samstag, den 4. Juni wurde die Besetzung öffentlich gemacht und hat seit dem zunehmend interessierte und Aufgeschlossene Besucher*innen aus der Gegend angelockt. „Den Leuten hat gefallen, was wir hier machen“, sagt Aaron Amsel, ein WDzwo-Bewohner. „Nur ausgerechnet von den Erb*innen bekommen wir keine Wertschätzung sondern eine Anzeige reingedrückt.“

Die Räumung ging zügig über die Bühne. Die Polizei traf nur eine Aktivist*in vor Ort an. Die restlichen 15-20 Aktivist*innen hielten sich zufälligerweise gerade nicht auf dem Gelände auf. Der angetroffenen Aktivistin wird Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung vorgeworfen. Vor allem letzteres macht die WDzwo-Bewohnerinnen wütend. Weiterlesen

Hofbesetzung in Oberbayern & Hausbesetzung in Salzburg

Endlich wieder ein Squat in Bayern! Zu Jahresbeginn wurde ein leerstehender Hof im Nachbarlandkreis besetzt. Anfang Juni kam nach einem knappen halben Jahr stiller Besetzung das Coming-Out: „Wir. Sind. Da.“ Nun geht es darum es zu halten. Worum es grundsätzlich geht erzählen die Besetzer*innen selbst.

Weitere Infos wdzwo.wordpress.com/

„Der ehemalige Fleischhauer-Hof ist ein prächtiger Vierseithof in kompletter Alleinlage im lauschigen Oberbayern. Wir haben Bock und viel vor. Platz ist ein Privileg und wir haben vor, ihn nicht zu verschwenden. Dass der Hof weiter verfällt, bedeutet mehr Profit für die Erb:innen weil das Bauland darunter immer wertvoller wird. Doch mit Wohnraum und Land darf nicht spekuliert werden. Wohnraum und Land soll bedarfsorientiert im Kollektiv genutzt werden. Mit der WDzwo entsteht ein Projekt, das selbstorganisiert und basisdemokratisch gestaltet werden soll. Weiterlesen

Antifaschistisches Infocafe 07.06.22: Filmvorführung „Chemnitz triggert“

FREIRAUM Dachau | Brunngartenstr. 7 | Beginn 20:00 Uhr

Chemnitz Triggert – Zwischen Angst, Wut und Widerstand

Chemnitz ist eine Stadt mit rechter Tradition. Die rechten Mobilisierungen 2018 waren ein Höhepunkt, aber nur eine sichtbare Eskalation des rassistischen und rechtsdominierten Normalzustandes dieser Stadt.
Diese Dokumentation zeigt auf feinfühlige Weise die Kontinuität von Rassismus und rechter Gewalt in Chemnitz aus Sicht der Betroffenen. Doch die Präsenz von Neonazis und der alltägliche Rassismus erzeugt nicht nur Angst und Wut, sondern auch Widerstand.

Trotz der internationalen Empörung über die Ereignisse von 2018, trotz der Ernennung von Chemnitz zur europäischen Kulturhauptstadt 2025 hat sich bis heute wenig verändert. Dieser Film zeigt eine nie zuvor gehörte Perspektive, abseits von Staat und Imagepolitik. Kritisch, emotional und kämpferisch!

Dokumentarfilm Chemnitz 2021 | ca. 72 Minuten |