Gedenken an den Dachauer Aufstand vom 28.04.1945

 

In Erinnerung an den Dachauer Aufstand vom 28.04.1945 legten Antifaschist*innen am Jahrestag einen Kranz gegenüber des Rathauses ab.

Alle zusammen gegen Faschismus und Reaktion. Erinnnern heißt kämpfen!

 

In Gedenken an die Antifaschist*innen, die kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs den Nazistaat stürzen wollten. Die mit der Eroberung des Rathauses die Stadt Dachau befreien wollten. Die eine Liquidierung des Konzentrationslagers und weiteres Blutvergießen bis zum erwarteten Einmarsch der Alliierten verhindern wollten. In Gedenken an die aufständischen Arbeiter*innen und geflohenen KZ Häftlinge, die dafür mit dem Leben bezahlten. Weiterlesen

Nirgends so viele 450 Euro Jobs wie in Dachau

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie der Hans-Böckler-Stiftung des DGB¹ gibt es im gesamten Bundesgebiet nirgends so viele Menschen mit einem 450 Euro Job wie im Landkreis Dachau. Mit einem Anteil von 16% bewegt man sich an der Spitze, gefolgt vom Landkreis Fürstenfeldbruck mit 15%. Bei der Suche nach Gründen gehen die Meinungen bei so genannten Expert*innen auseinander, auch ob dies überhaupt ein Problem darstellen würde. Für Lohnabhängige liegen die Gründe klar auf der Hand. Wer zu wenig verdient um damit über die Runden zu kommen, versucht etwas dazu zu verdienen.

Mietwucher

Regelmäßig wird berichtet, dass die Mieten im „Speckgürtel“ von München eben auch bundesweit Spitze sind. In Karlsfeld sind sie 2019 und 2020 gar am höchsten. Dachau bewegt sich meist auf Platz fünf². Weiterlesen

31.03.22 Feministisches Cafe

19:00 Uhr | Kleine Altstadtgalerie | Burgfriedenstr. 3 | fem.cafe.dachau@grrlz.net

Das feministische café dachau ist ein offener Raum zum Austausch über feministische Ideen und Anliegen, zum Aufbau gegenseitiger Solidarität und zum Zusammenkommen in gemütlicher Atmosphäre. Nutzen wir die Zeit, um Inhalte für die kommenden cafés gemeinsam zu planen – unser café ist euer café.

Willkommen sind FLINTA* only (Frauen, Lesben, Inter, nonbinäre, trans und agender Personen)
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Am 08.03.2022: Feministischer Streik

Überlastet, ungesehen, un(ter)bezahlt. Wir streiken! Gemeinsam gegen Patriarchat und Kapitalismus

Lokal: Feministisches Cafe Dachau fem.cafe.dachau@grrlz.net oder in München Feministischer Streik München

8M Demonstration München | 18:30 Uhr | Isartorplatz

Bundesweiter Aufruf 

Wir rufen am 8. März, dem internationalen feministischen Kampftag / Frauenkampftag / Frauen*kampftag / Kampftag für Frauen und Queers zum feministischen Streik auf!

Wir sind Frauen / Frauen* / FLINTA* (Frauen, Lesben, inter, nichtbinäre, trans und agender Menschen). Wir leisten einen Großteil der unbezahlten Arbeit im Privaten, verdienen weniger Geld, sind häufiger von Altersarmut betroffen und Gewalt gegen uns steigt seit Jahren. Dazu gibt es historisch gewachsene gesellschaftliche Strukturen wie Rassismus und die Klassengesellschaft, von denen viele von uns mehrfach unterdrückt werden. Dazu befinden wir uns in einer tödlichen Klimakrise, rassistische Gewalt in Deutschland nimmt zu, Europas Grenzregime werden immer brutaler, antisemitischer Hass erfährt neuen Aufwind und neoliberale Politik sorgt für stagnierende Löhne, marode Schulen und das Streichen öffentlicher Sozialleistungen, während Mieten und Preise für den alltäglichen Konsum steigen. So kann es nicht weitergehen! Weiterlesen

Chronik 2021 zu rechten Vorfällen und Aktivitäten in Dachau und Umgebung

Januar

Am 3. Januar wird am Bahnhof Markt Indersdorf „Björn Höcke“ und „AfD for ever“ (Schreibweise im Original) geschmiert. (Quelle: Antifa)

Kundgebung „für unsere Grundrechte“ des Pandemie leugnenden Zusammenschlusses „Amperfeen“ um die Aktivistin und selbständige Unternehmerin Fee Dürr (Olching) am 3. Januar auf dem Volksfestplatz in Olching. (Quelle: Antifa)

Am 8. Januar werden in Dachau Plakate mit Werbung für die neue Platte des Neonazi-Rappers „Makks Damage“ an Litfaßsäulen in der Frühlingsstraße und Werbeflächen in der Schleißheimerstraße geklebt. Fotos davon werden auch auf dem Telegram-Kanal von „Makks Damage“ gepostet. Es wird ein Plakat, das an ehemalige Inhaftierte des Konzentrationslagers Dachau erinnert, überklebt. „Makks Damage“ gehört der Neonazipartei „Der Dritte Weg“ an. Er tritt regelmäßig für die Partei auf, seine Platte wird vom „Dritten Weg“ herausgebracht und vertrieben. Die Platte wird vom „Dritten Weg“ mit der Aussage beworben, er „verwandelt mit seinem zweiten Soloalbum Musik zu einer Waffe.“ (Quelle: Antifa)

Kundgebung „für unsere Grundrechte“ des Pandemie leugnenden Zusammenschlusses „Amperfeen“ um die Aktivistin Fee Dürr (Olching) am 10. Januar auf dem Volksfestplatz in Olching. Unter dem Aufruf steht auch die ebenfalls dem Spektrum angehörenden Initiative „Eltern stehen auf“. (Quelle: Antifa)

In der zweiten Januarwoche werden Pandemie leugnende Aussagen in die Unterführung am Bahnhof in Petershausen geschmiert. Dort steht „glaubt ihr wirklich, dass ein Mund-Nasen-Schutz euch vor einem angeblich tödlichen Virus schützt? Er dient bloß dazu euch eure Menschlichkeit zu nehmen“, sowie „wenn wir alle zusammen stehen können wir Bayern und Deutschland zum Besseren verändern“. (Quelle. Antifa)

Über 30 Aufkleber des neofaschistischen Netzwerks „Ein Prozent“ werden am 14. Januar in der Frühlingstraße, Schleißheimerstraße, Juluis-Kohn-Weg, Alte Römer Straße, John-F.-Kennedy-Platz an der KZ Gedenkstätte und der Erich-Ollenhauer-Straße verklebt. Die Aufkleber tragen die Aufschrift „Deutschland steh auf“. Hintergründe zum „Ein Prozent“ Netzwerk hier  (Quelle: Antifa) Weiterlesen

Diskussion: Die Realität der Verleugnung und die Verleugnung der Realität

Übersetzung Dezember 2021 | Antithesi / Kognord

Dieser Text wurde im September 2021 auf Griechisch verfasst und veröffentlicht. Er war als polemische Intervention in einer Debatte über das Sars-CoV-2-Virus, die Maßnahmen und Instrumente zu seiner Bekämpfung und den Autoritarismus der griechischen Regierung gedacht. Auslöser war vor allem unser Erstaunen (und unsere Traurigkeit) darüber, dass viele unserer Genoss*innen und Freund*innen aus dem radikalen Milieu die Pandemie leugnen, während einige von ihnen langsam aber sicher in Verschwörungsdenken und schockierende Absurditäten abgleiten. Mit dem Text wollten wir daher nicht nur solche Irrationalitäten kritisieren und anprangern, sondern versuchen, die verschiedenen Gründe für einen solchen Rückschritt zu verstehen. Obwohl der Text also versucht, die Frage zu beantworten, was uns die Covid-Pandemie (und ihr Management) über den zeitgenössischen Kapitalismus und den Staat sagt, stellt er auch die schwierige Frage, was sie uns über die Subjekte der heutigen Zeit und die materiellen Bedingungen für kollektives Denken und Kämpfen sagt. Weiterlesen

Covid-19 und kein Ende

Mal ehrlich, man kann es nicht mehr hören. Täglich steigende Infektionszahlen, Krankenhauskapazitäten mindestens am Anschlag und eine stabile Masse an Menschen von 14-15 Millionen, die sich einer Impfung gegen den tödlichen Virus verweigern. Ein Ministerpräsident, der allen Ernstes behauptet, die Wissenschaft habe nicht vor einer neuen Welle gewarnt, Diskussionen über Impfpflicht, Einführung von 3G am Arbeitsplatz. Der Staat will erneute Lockdowns umschiffen, weil das Kapital darauf besteht. Nein, es geht nicht um die gesundheitliche Unversehrtheit aller Menschen, weder im Privaten und schon gar nicht in der Arbeit. Es geht um Unversehrtheit der Mehrwertabschöpfung durch unsere Arbeitskraft. Ob große produzierende Industrie oder Kleingewerbe, das Rad muss rollen, ansonsten kann Kapitalismus nicht funktionieren. Weiterlesen

Arbeiter*innen blockieren Hafen von Genua

In der dritten Novemberwoche blockierten über 100 Hafenarbeiter*innen des Collettivo Autonomo Lavoratori Portuali (CALP – Autonomes Hafenarbeiter*innen Kollektiv) den Hafen in Genau, um die Lieferung von Kriegswaffen zu verhindern oder zumindest zu blockieren. Außerdem forderten sie, stattdessen die Häfen für Geflüchtete zu öffnen. Autos und LKW, die in den Hafen gelangen wollten, wurden nicht nur vom CALP gehindert, sondern auch von brennenden Autoreifen.

Die Beteiligten agieren mit einer Selbstverständlichkeit, was mitunter damit begründet werden kann, dass das Collettivo Autonomo Lavoratori Portuali schon seit knapp 10 Jahren existiert und immer wieder mit Aktionen von sich reden machte. Weiterlesen